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Galápagos-Inseln: Forscher suchen nach Verwandten von Schildkröten

Forscher auf den Galápagos-Inseln wollen nach Verwandten zweier Riesenschildkröten-Arten suchen, die als ausgestorben gelten. Bei der Expedition hoffen sie, auf Tiere der Unterart der Floreana- oder Pinta-Riesenschildkröte zu treffen.

Agentur
sda
Samstag, 25. Januar 2020, 16:50 Uhr Quito
Auf den Galápagos-Inseln wollen Forscher nach Verwandten zweier Riesenschildkröten-Arten suchen, die allgemein als ausgestorben gelten. (Themenbild)
Auf den Galápagos-Inseln wollen Forscher nach Verwandten zweier Riesenschildkröten-Arten suchen, die allgemein als ausgestorben gelten. (Themenbild)
KEYSTONE/AP

Der letzte Pinta-Vertreter «Lonesome George» war 2012 mit über hundert Jahren gestorben. Ziel ist nach Angaben des Galápagos-Nationalparks ein neues Zuchtprogramm.

Die Forscher wählten für ihre insgesamt zehntägige Expedition das Gebiet rund um den auf der Insel Isabela gelegenen Vulkan Wolf aus, weil Walfänger und Piraten früher dort immer wieder Riesenschildkröten, die sie sich als Nahrung hielten, von ihren Schiffen luden, wenn ihnen die Fracht zu schwer wurde.

Mehr als zehn Jahre alte Blutproben von Schildkröten aus der Gegend hätten in vielen Fällen eine hohe Übereinstimmung der Gene mit den beiden ausgestorbenen Arten aufgewiesen, hiess es in einer Erklärung des Nationalparks vom Freitag. Das spreche dafür, dass mindestens eines der Elternteile tatsächlich der Unterarten angehöre und noch in der Gegend lebe.

Die isoliert im Pazifik gelegenen Galápagos-Inseln zählen noch elf Unterarten der Riesenschildkröten. Vier weitere gelten inzwischen als ausgestorben.

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