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Uber muss Betrieb in Kolumbien einstellen

Der US-Fahrdienstvermittler Uber muss den Betrieb in Kolumbien vorerst einstellen. Das Unternehmen müsse seine Aktivitäten «unverzüglich» beenden, teilte die Marktaufsichtsbehörde des südamerikanischen Landes am Freitag mit.

Agentur
sda
Samstag, 21. Dezember 2019, 05:20 Uhr Bogota
Der US-Fahrdienstvermittler Uber darf in Kolumbien vorerst nicht mehr tätig sein. (Symbolbild)
Der US-Fahrdienstvermittler Uber darf in Kolumbien vorerst nicht mehr tätig sein. (Symbolbild)
KEYSTONE/EPA/ERIK S. LESSER

Sie warf Uber mit Blick auf die App zur Buchung von Fahrten «unlauteren Wettbewerb» vor. Die Behörde reagierte damit auf eine Beschwerde von Taxifahrern, die dem US-Unternehmen einen Verstoss gegen geltende Marktregeln vorwerfen.

Uber kündigte umgehend an, die Entscheidung anzufechten. Der Fahrdienstvermittler ist seit 2013 in Kolumbien aktiv. Nach eigenen Angaben befördern die landesweit 88'000 Uber-Fahrer monatlich zwei Millionen Kunden.

Auch in Genf verboten

Auch in Europa steht das Unternehmen zunehmend unter öffentlichem Druck. Der Kanton Genf hat Uber im November die Tätigkeit verboten. In Deutschlang untersagte das Landgericht Frankfurt am Main Uber am Donnerstag, über seine App in Deutschland Beförderungen per Mietwagen anzubieten. Die Vermittlung von Fahrten an Mietwagenunternehmen sei wettbewerbswidrig, erklärte das Gericht.

Ende November hatte die Londoner Verkehrsbehörde Uber wegen Sicherheitsbedenken zum zweiten Mal seit 2017 die Lizenz für die britische Hauptstadt verweigert. Unter anderem führte sie auf, dass in 14'000 Fällen Fahrer ihre Zulassungen einfach Freunden oder Verwandten überlassen hätten. Uber legte gegen die Entscheidung Beschwerde ein.

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