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Adam Quadroni klagt Kanton ein

Der Whistleblower Adam Quadroni will juristisch gegen den Kanton Graubünden vorgehen und eine Haftungsklage einreichen. Hintergrund ist der Umgang der Behörden.

Südostschweiz
Sonntag, 01. Dezember 2019, 09:30 Uhr Unkorrekt behandelt
Adam Quadroni leitet eine Klage gegen den Kanton ein.
ARCHIV

Der Enthüller des Bündner Baukartells, Adam Quadroni, geht gegen den Kanton Graubünden vor. Er reicht eine Staatshaftungsklage ein, weil ihn die Behörden nicht korrekt behandelt haben, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Die Voraussetzungen für eine Klage, dass ihm durch amtliche Tätigkeit Schaden entstand und er zudem in seiner Persönlichkeit sowie seiner körperlichen Integrität verletzt wurde, sehen Quadronis Anwälte als erfüllt an, heisst es weiter.

Die Vorbereitungen für die Klage leiteten die Anwälte bereits letzten Juni ein. Die zwei veröffentlichten Berichte von vergangener Woche bestärkten sie in ihrer Meinung. Zuerst wurde der Bericht der parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) des Grossen Rates veröffentlicht. Am Tag darauf jener von Andreas Brunner – der frühere leitende Zürcher Oberstaatsanwalt wurde von der Bündner Regierung eingesetzt. Beide Berichte beurteilten den Umgang der Behörden mit Quadroni und kritisierten vor allem die Polizei, der regionale Polizeichef sowie die oberste Führung in Chur, die ihre Kontrollaufgaben nicht wahrnahmen. Hintergrund ist ein Sonderkommando im Juni 2017. Falsche Angaben hätten Quadronis Festnahme und Einlieferung in die Psychiatrie verursacht. Die Polizei und andere Behörden hätten den Whistleblower aber auch in weiteren Fällen nicht korrekt behandelt.


Klagepunkte

Im Raum stehen mehrere Klagepunkte. Darunter Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche, die Quadroni laut seinen Anwälten nicht nur wegen der inkorrekten Polizeieinsätze geltend machen kann, heisst es in der NZZ am Sonntag weiter. Quadroni sei zudem als Bauunternehmer bei Ausschreibungen systematisch boykottiert worden, nachdem er sich gegen das Kartell gewehrt habe. Die systematische Nichtberücksichtigung habe seine Firmen in den Ruin getrieben, argumentieren die Anwälte.

Der Rechtsweg rückt auch deshalb in den Vordergrund, weil die Regierung nach Veröffentlichung der Berichte nach Ansicht Quadronis und seines Umfelds nicht angemessen reagiert habe. Das Gremium drückte in einem Brief an diesen Bedauern für einzelne Verfehlungen aus, entschuldigte sich aber nicht. (so/can)

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Hört es um diesen Hr. A.Q den nie auf? die Berichte zeigten das im Unterengadin nicht alles gut lief,? Die Regierung sprach gar ihr Bedauern in richtung Hr. A.Q aus, und nun will Hr. A.Q gar Geld ( Steuergelder) vom Kanton.? Jeder Leser der die Geschichte des Hr. A.Q Mitverfolgt hat, weiss das Hr. A.Q auch bei den Angeblichen Absprachen lange mitmachte,da sagte Hr. A.Q noch nichts. Erst als er angeblich wegen seinem Gewissen( Eigene Aussage) Beglege bei den Gemeinden und Behörden vorlegte, erhielt A.Q keine oder nur noch wenige Bau- Aufträge. Der Rest von seiner Geschichte ist bekannt. Wer klagt den z.b Hr. A.Q wegen seinen alten Machenschaften an. Ich Diskutierte die Story um Hr. A.Q mit meinem Anwalt, er sagte, er hätte den nie Vertretten.

Herr Quadroni ist ein gewissenhafter Mensch, deshalb hat er nach Übernahme des väterlichen Geschäfts nur notgedrungen und sehr kurz mitgemacht bei den Sitzungen zu Preisabsprachen. Da war das Gesetz auch noch nicht so streng und auch noch nicht so klar, was gesetzwidrig war. Als dieses verschärft wurde und die Weko so Untersuchungen machen konnte und musste, war er längstens ausgestiegen. So war er auch nie Gegenstand der Weko-Untersuchungen und Klagen gegen ihn wären ohne Aussicht auf Erfolg, weshalb auch kein Anwalt solche vertreten würde!

Ausgeblendet wird in der NZZamSo und auch in der gestrigen SOGR, dass vom Grossen Rat verlangt wird, dass die Regierung nicht von blossen Unkorrektheiten spricht, sondern vom grundlosen und damit klar widerrechtlichen Vorgehen der Polizei, wie in beiden Berichten festgestellt, und gestützt darauf alles zur Behebung der Missstände unternimmt - auch eine Wiedergutmachung Herrn Quadroni gegenüber -, wie das in einem Rechtsstaat ihre Pflicht ist. Das verlange ich nicht rein persönlich, vielmehr ausdrücklich im Namen der überaus zahlreichen Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren großzügigen Spenden an das Crowdfunding "Hilfe für Whistlerblower diese Unterstützung für Adam Quadroni und für gerechte und rechtsstaatliche Verhältnisse auch in Graubünden ermöglichen.

Herr Nay

Wer bezahlt den den Schaden wo Hr. A.Q verursacht hat. z.b Polizei Einsätze, Klinik-Aufenthalt, Berufung einer PUK. Div. PUK Sitzungen mit Nachtragskredit.Nach den Berichten sprach die Regierung in richtung Hr. A.Q gar ihr bedauern aus. Dann seine X Falschaussagen und Verheimlichen wo er angeblich die Firmen Bilanzen richtig stellte um Investoren anzulogen, damit die Firma nicht Pleite ging. Dann die Geschichte mit dem Zürcher Autokäufer. Dann seine Hantiererei mit seinem Gewehr auf dem Balkon ( Quelle Blick Rep.)  Hr. A. Q hat lange bei den Angeblichen Absprachen Mitgemacht, in dem er Bündner Steuergelder unnötig verbraucht hat? Von dem will Hr. A. Q nichts mehr wissen und stellt sich als Opfer dar. Zum Schluss will Hr. A.Q den Kanton Verklagen,sollte dem zugestimmt werden, kriegt Hr. A.Q noch Bündner Steuergelder.? Ich finde sein Verhalten nicht gut. 

 

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