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Nervosität der Anleger treibt Gold-Nachfrage an

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie das Brexit-Drama haben die Nachfrage nach Gold im Sommer nach oben getrieben. Im dritten Quartal wurden insgesamt 1107,9 Tonnen des Edelmetalls verkauft.

Agentur
sda
Dienstag, 05. November 2019, 14:28 Uhr London
Goldene Zeiten für Gold: Der Handelskonflikt zwischen den USA und china sowie das Brexit-Drama sorgen für eine starke Nachfrage nach dem Edelmetall. (Themenbild)
Goldene Zeiten für Gold: Der Handelskonflikt zwischen den USA und china sowie das Brexit-Drama sorgen für eine starke Nachfrage nach dem Edelmetall. (Themenbild)
KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Das sind drei Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie die Branchenorganisation World Gold Council (WGC) am Dienstag mitteilte. Vor allem Fonds nahmen mehr Gold ab. «Die anhaltenden Mittelzuflüsse in Exchange Traded Funds (ETFs) haben den andernorts geringeren Bedarf mehr als wettgemacht», sagte WGC-Experte Alistair Hewitt. Die Fonds stockten ihre Bestände um 258,2 Tonnen auf, sie halten inzwischen so viel Gold wie nie zuvor.

Konsumenten wurden dagegen von dem gestiegenen Goldpreis abgeschreckt. Eine Feinunze kostet derzeit mehr als 1500 Dollar - zuletzt lag der Preis vor sechs Jahren auf diesem Niveau. Mit 460,9 Tonnen kauften Juweliere 16 Prozent weniger als vor Jahresfrist, der Absatz von Goldbarren und Münzen halbierte sich auf 150,3 Tonnen. Auch Zentralbanken stockten ihre Bestände nicht mehr so stark auf wie vor Jahresfrist.

Zugleich wurde mehr gebrauchtes Gold eingeschmolzen, das Angebot stieg so um vier Prozent auf 1222,3 Tonnen, wie WGC mitteilte. Das ist so viel wie seit 2016 nicht mehr.

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