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Powell - Fed bereit für niedrigere Zinsen und Bilanzausweitung

Die US-Notenbank Fed hat angesichts negativer Folgen des Handelsstreits und der abflauenden Weltwirtschaft ihre Bereitschaft zu einer weiteren Zinssenkung signalisiert. Die Zentralbank werde «angemessen handeln», um das Wachstum zu stützen.

Agentur
sda
Mittwoch, 09. Oktober 2019, 02:49 Uhr Denver/Chicago
Der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, hat am Dienstag in Denver klar eine weitere Zinssenkung der amerikanischen Zentralbank in diesem Jahr angekündigt.
Der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, hat am Dienstag in Denver klar eine weitere Zinssenkung der amerikanischen Zentralbank in diesem Jahr angekündigt.
KEYSTONE/AP/THOMAS PEIPERT

Dies sagte Fed-Chef Jerome Powell am Dienstag (Ortszeit) auf einer Wirtschaftskonferenz in Denver. Mit ähnlichen Formulierungen hatte er die Märkte bereits auf die beiden Zinssenkungen in diesem Jahr eingestimmt.

Er betonte zugleich, die Fed lege sich niemals vorab auf einen Kurs fest und entscheide nach Datenlage «von Sitzung zu Sitzung». Experten rechnen aber damit, dass die Fed bereits Ende Oktober den dritten geldpolitischen Schritt nach unten in diesem Jahr folgen lassen wird.

Die Fed, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, hatte zuletzt im September den Leitzins auf die Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent reduziert.

Gegen Liquiditätsengpässe

Powell signalisierte nunmehr auch, dass die Fed ihre Bilanz wieder ausweiten und bald Massnahmen beschliessen werde, um dem Geldmarkt neue Impulse zu verleihen. Falls nötig, werde sie ihren geldpolitischen Werkzeugkasten «aggressiv nutzen», betonte er. Jüngst musste die Fed erstmals seit der Finanzkrise am Geldmarkt intervenieren, um Liquiditätsengpässe zu lindern.

Die US-Währungshüter hatten erst Ende Juli entschieden, den Abbau ihrer in den Jahren nach der Finanzkrise kräftig aufgeblähten Wertpapierbestände in der Bilanz im August vorzeitig abzubrechen. Zwischenzeitlich war das Portfolio der Notenbank auf rund 4,5 Billionen Dollar angewachsen. Mittlerweile wurde es auf rund 3,8 Billionen Dollar verkleinert.

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