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Schädling bedroht Mais im Linthgebiet

Nach Funden im Kanton Schwyz ist nun auch der Kanton St. Gallen von einem gefährlichen Schädling betroffen. Und mit ihm das Linthgebiet, wo eine grosse Menge Mais angebaut wird. Deshalb ist es für 2020 verboten Mais anzubauen. Betroffen sind alle See-Gaster-Gemeinden ausser Amden und Weesen.

Linth-Zeitung
Dienstag, 17. September 2019, 10:21 Uhr Kein Anbau im Jahr 2020

Im Rahmen des Monitorings zur Überwachung von Schaderregern ist an drei Fallenstandorten im Rheintal dieses Jahr erstmals der Maiswurzelbohrer gefunden worden. Der Maiswurzelbohrer ist gemäss einer Mitteilung der Staatskanzlei ein aus Nordamerika stammender Schädling «mit grossem Schadenpotential». In Amerika verursacht der Schädling bedeutende Schäden. Der Käfer lege im Herbst seine Eier in bestehende oder bereits abgeerntete Maisfelder ab. «Die Larven schlüpfen im nächsten Frühjahr/Frühsommer und machen ihren Reifungsfrass, indem sie die Wurzeln der Maispflanze fressen.» Dadurch, dass die Larve auf Mais angewiesen sei, lasse sich mit einer Fruchtfolge eine geeignete Bekämpfungsstrategie gegen den Käfer führen, teilt die Staatskanzeli mit.

Kein Maisanbau im 2020

Gemäss der Richtlinie des Bundes zur Verhinderung der Ausbreitung ist in einem Radius von 10 Kilometern um den Fallenstandort zwingend eine Fruchtfolge einzuhalten. Das Landwirtschaftsamt hat deshalb am 16. September eine Allgemeinverfügung erlassen.

Auf den ganzen Gemeindegebieten der Politischen Gemeinden Rapperswil-Jona, Schmerikon, Eschenbach, Uznach, Gommiswald, Kaltbrunn, Benken, Schänis, Wartau, Sevelen, Buchs, Grabs, Gams, Sennwald, Lienz, Rüthi, Oberriet, Eichberg, Altstätten, Marbach, Rebstein, Balgach, Diepoldsau, Widnau, Berneck, Au und St.Margrethen ist es auf Flächen, auf denen im Jahr 2019 Mais angebaut wurde, verboten, im Jahr 2020 erneut Mais anzupflanzen.

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