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Xing profitiert weiter von Suche nach Fachkräften

Das Karrierenetzwerk Xing wächst dank starker Geschäfte mit Firmenkunden weiter rasant. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um knapp 18 Prozent auf 65,5 Millionen Euro.

Agentur
sda
Dienstag, 13. August 2019, 11:01 Uhr Hamburg
Xing wächst - auch in der Schweiz. Inzwischen zählt das berufliche Netzwerk hierzulande über 1,1 Millionen Mitglieder.
Xing wächst - auch in der Schweiz. Inzwischen zählt das berufliche Netzwerk hierzulande über 1,1 Millionen Mitglieder.
KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Das teilte die deutsche Firma New Work, Betreiberin des Netzwerks und Tochter des Medienkonzerns Burda, am Dienstag mit. Auch in der Schweiz habe Xing ein zweistelliges Wachstum verzeichnet, hiess es. Inzwischen zählt das berufliche Netzwerk hierzulande über 1,1 Millionen Mitglieder.

Auch beim Gewinn ging es für New Work nach oben. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte gruppenweit um etwas mehr als 18 Prozent auf 22 Millionen Euro zu.

Obwohl die Zahlen im Grossen und Ganzen wie erwartet ausfielen und die Prognose bestätigt wurde, rutschte die im SDax notierte Aktie in den ersten Handelsminuten stark ins Minus. Das Papier sackte um bis zu 14 Prozent auf 282 Euro ab und entfernte sich damit weiter von seinem Rekordhoch von 380,50 Euro Anfang Juli.

Damals hatten allerdings bereits einige Analysten moniert, dass die Bewertung trotz einer guten Entwicklung des Geschäfts zu hoch ist. Trotz der Kursverluste am Dienstag zog der Börsenwert des Unternehmens in diesem Jahr um knapp ein Fünftel auf rund 1,6 Milliarden Euro an.

Xing will im laufenden Jahr beim Umsatz und operativen Ergebnis zweistellig zulegen - Wachstumstreiber soll dabei weiter die Unternehmenskundensparte sein. Hier profitiert das Karrierenetzwerk unter anderem vom Fachkräftemangel, wegen dem viele Unternehmen Unterstützung bei Portalen wie Xing suchen. Diesen Bereich hatte der Konzern zudem zuletzt mit Übernahmen ausgebaut.

So hatte New Work Anfang April mit Honeypot ein Stellenportal für IT-Fachkräfte für zunächst 22 Millionen Euro übernommen. Beim Erreichen bestimmter Ziele könnten zudem zusätzlich bis zu 35 Millionen Euro anfallen. Anders als üblich bewerben sich bei dieser Plattform Firmen bei potenziellen Mitarbeitern.

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