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Romanische Nachrichtenagentur FMR bekommt ihren ersten Chef

Anfang 2020 soll die neue Redaktion der Fundaziun Medias Rumantschas die Arbeit aufnehmen. Bereits im Herbst wird der erste Chefredaktor die Arbeit aufnehmen. Dabei handelt es sich um noch RTR-Journalist David Truttmann.

Südostschweiz
Dienstag, 06. August 2019, 14:57 Uhr David Truttmann
David Truttmann wird erster Chefredaktor der neuen Redaktion FMR.
PRESSEBILD

In Sachen romanischsprachige Medien ist eine der, wenn nicht sogar die wichtigste Personalentscheidung gefallen. Die Fundaziun Medias Rumantschas (FMR) hat den Müstairer David Truttmann zum ersten Chefredaktor der Redaktion FMR gewählt, wie sie in einer Mitteilung schreibt. In den letzten 15 Jahren war Truttmann in verschiedenen Funktionen für das romanische Radio und Fernsehen RTR tätig.

«Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die spannende Herausforderung, zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion FMR sowie den Partnern von öffentlichen und privaten Medienhäusern die Weiterentwicklung des rätoromanischen Medienangebots vorantreiben zu können», sagte Truttman nach seiner Wahl. Er wird seine Stelle im Laufe des Herbstes 2019 antreten. Die neue Redaktionsstruktur soll auf Anfang 2020 in Kraft treten.

Mit der Wahl eines Chefredaktors hat das massgeblich von der Lia Rumantscha vorangetriebene Projekt «Medias Rumantschas 19» einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen. Bereits seit Mitte Juli ist der Stiftungsrat tätig, der unter der Leitung der früheren Bundeskanzlerin Corina Casanova steht. Sie sagt: «Die Pflege und Förderung des rätoromanischen Medienangebots sind enorm wichtig für das Rätoromanische. Der Stiftungsrat ist deshalb sehr erfreut, dass er mit Herrn Truttmann einen sehr erfahrenen, innovativen und mit den rätoromanischen Realitäten bestens vertrauten Journalisten für die Leitung der Redaktion FMR rekrutieren konnte.»

Vorrangige Aufgabe der FMR ist die redaktionelle Bereitstellung von journalistischen Texten, Fotos und multimedialen Inhalten von guter Qualität in allen fünf Idiomen sowie in Rumantsch Grischun für rätoromanische Medien. Dieses Angebot wird ergänzt durch eher nachrichtlich ausgerichtete Inhalte in Rumantsch Grischun, die RTR beisteuert. Damit wird zum ersten Mal in dieser Form eine privatöffentliche Kooperation auch im redaktionellen Bereich angestrebt. Damit soll einerseits sichergestellt werden, dass die drei derzeit existierenden rätoromanischen Zeitungen «La Quotidiana» (Somedia Press AG), «Posta Ladina» (Gammeter Media AG) und «Pagina da Surmeir» (Uniun Rumantscha da Surmeir) weiter existieren können.

Wie bisher die ANR bedarf auch die FMR der öffentlichen Finanzierung durch Bund und Kanton. Während das Bundesamt für Kultur bereits seine Zusage erteilt hat, werden der Regierungsrat und der Grosse Rat des Kantons Graubünden das Geschäft im Herbst im Rahmen der Budgetdebatte beraten. (so)

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