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Apple wächst stärker als erwartet - iPhone-Umsätze sinken weiter

Apple hat im letzten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Zwar verkaufte der Konzern aus Kalifornien weniger iPhones, vor allem in China. Dafür liefen die Geschäfte in der Servicessparte mit Apple Music und dem App Store besser, wie Apple am Dienstag mitteilte.

Agentur
sda
Dienstag, 30. Juli 2019, 23:34 Uhr Cupertino
Ein Kunde im Laden des US-Technologiekonzerns Apple in Chicago.
Ein Kunde im Laden des US-Technologiekonzerns Apple in Chicago.
KEYSTONE/AP/AMR ALFIKY

Apple wird damit besser darin, die anhaltenden Rückgänge im iPhone-Geschäft durch Zuwächse in anderen Bereichen auszugleichen. Im vergangenen Quartal liess ein deutliches Plus vor allem bei Online-Diensten und in der Sparte mit der Computer-Uhr Apple Watch den Konzernumsatz um ein Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar steigen.

Die iPhone-Erlöse fielen unterdessen im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf knapp 26 Milliarden Dollar. Damit bleibt das iPhone immer noch das wichtigste Apple-Produkt. Aber es brachte dem Konzern nur noch 48 Prozent des gesamten Geschäfts ein - in den vergangenen Jahren waren es meist um die zwei Drittel des Konzernumsatzes.

Schon in den vergangenen Quartalen waren die Umsätze mit dem Gerät nach schwächeren Verkäufen in China sowie einer Abkühlung des Smartphone-Marktes rückläufig. Zuletzt sei das iPhone-Geschäft aber wieder besser gelaufen, sagte Konzernchef Tim Cook vor Analysten.

Handelsstreit hinterlässt Spuren

Der Absatz von China schwächelt vor allem wegen des Handelsstreits zwischen der Volksrepublik und den USA. Die Verhandlungen stecken fest. US-Präsident Donald Trump hatte die Regierung in Peking zuletzt gewarnt, sie könne am Ende ohne Abkommen mit Washington dastehen.

Das Geschäft mit Online-Diensten wuchs binnen eines Jahres von 10,2 auf knapp 11,5 Milliarden Dollar. Bei den Mac-Computern legten die Erlöse von 5,3 auf 5,8 Milliarden Dollar zu und beim iPad von 4,6 auf gut 5 Milliarden. Den deutlichsten Sprung gab es aber in der Sparte, in der das Geschäft mit der Apple Watch, den vernetzten HomePod-Lautsprechern und AirPods-Ohrhörern sowie Zubehör zusammengefasst ist. Dort stieg der Umsatz von 3,7 auf 5,5 Milliarden Dollar.

Zehn Milliarden Dollar Gewinn

Unterm Strich verdiente Apple in dem Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal gut zehn Milliarden Dollar, das war ein Rückgang von rund 13 Prozent im Jahresvergleich.

Für das laufende Quartal stellte Apple einen Umsatz zwischen 61 und 64 Milliarden Dollar in Aussicht. Im Vorjahresquartal waren es 62,9 Milliarden Dollar gewesen. Auch angesichts dieser Prognose, die Erwartungen von Analysten übertraf, legte die Aktie im nachbörslichen Handel am Dienstag zeitweise um mehr als vier Prozent zu.

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