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Gevag wird immer mehr zum Elektrizitätswerk

Südostschweiz
Donnerstag, 20. Juni 2019, 14:46 Uhr Positiver Jahresabschluss
GEVAG
Der Gemeindeverband für Abfallentsorgung Graubünden blickt auf ein gutes Jahr zurück.
ARCHIV

Anlässlich der Generalversammlung vom Mittwoch hat der Gemeindeverband für Abfallentsorgung Graubünden (Gevag) den Geschäftsbericht 2018  präsentiert und über verschiedene Projekte orientiert. Dazu begrüsste Verbandspräsident Hans Geisseler im Plantahof in Landquart 53 von 100 Delegierten sowie als Gast Regierungsrat Mario Cavigelli.

Der Geschäftsbericht sowie die Jahresrechnung, welche einen Überschuss von 368'397 Franken aufweist, wurden genehmigt. Der Umsatz im vergangenen Jahr betrug 24 Millionen Franken.

Die Produktion von elektrischer Energie konnte 2018 um 5,3 Prozent gesteigert werden. Zusätzlich hat sich der Marktpreis für elektrische Energie an der Schweizer Strombörse verbessert, sodass eine Zunahme des Umsatzes im Bereich Stromproduktion von über 27 Prozent zu verzeichnen ist. Der Trend von stabileren Strompreisen hält an. Dies hatte zur Folge, dass der Annahmepreis für Gemeindekehricht für 2019 um 10 Franken pro Tonne reduziert werden konnte.

Hans Geisseler Präsident Gevag
Hans Geisseler, Präsident des Gevag in Trimmis. OLIVIA ITEM

Rechtsformänderung

Am Abstimmungssonntag vom 19. Mai 2019 haben 24 Verbandsgemeinden mit 88 Prozent der Auflösung des Gemeindeverbands zugestimmt. Eine Gemeinde ist noch ausstehend. Zur Neugründung der öffentlich-rechtlichen Anstalt haben bereits 19 Verbandsgemeinden mit 90 Prozent zugestimmt, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfall sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2021 der Nichteisenmetall-Restgehalt in der zu deponierenden Schlacke nicht mehr als ein Prozent der Gesamtmenge ausmachen darf. Diese Verordnungsänderung bedingt für den Gevag Abklärungen bezüglich der Aufbereitung, Zwischenlagerung, Verbringung und Deponierung der Schlacke.

Heissdampfkessel in Landquart

Der Bau des Heissdampfkessels zu Redundanzzwecken am Standort der Papierfabrik in Landquart ist auf Kurs. Die Inbetriebnahme ist Ende Sommer vorgesehen. Die Versorgungssicherheit kann damit laut der Mitteilung auf lange Frist gewährleistet werden. Die im Notfall zu produzierende thermische Energie kann von Landquart aus als Wärme zur Kehrichtverbrennungsanlage nach Trimmis und via Trimmis nach Chur geliefert werden. (so)

Video von TV Südostschweiz zum 50-Jahr-Jubiläum

Dem Gevag gehören die Gemeinden Arosa, Chur, Churwalden, Conters, Davos, Fideris, Fläsch, Furna, Grüsch, Haldenstein, Jenaz, Jenins, Klosters-Serneus-Saas, Küblis, Landquart, Luzein-St.-Antönien, Maienfeld, Malans, Schiers, Seewis, Tschiertschen-Praden, Untervaz, Vaz/Obervaz und Zizers an.

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