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Oberengadin erweitert das ÖV-Angebot

Schwarze Zahlen und ein früher Start in den Winter: Das präsentierte des Gemeindeverband öffentlicher Verkehr an der Delegiertenversammlung in St. Moritz.

Südostschweiz
Dienstag, 30. April 2019, 16:58 Uhr Testphase geplant
Bus Engadin St.Moritz
In der kommenden Wintersaison wird im Oberengadin der Winterfahrplan des öffentlichen Verkehrs verlängert.
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«Einzelne Gemeinden werden etwas Geld zurückerhalten», sagte Monzi Schmidt, Präsidentin des Gemeindeverbandes öffentlicher Regionalverkehr Oberengadin, mit Blick auf das Geschäftsjahr 2018. An der Delegiertenversammlung vom Dienstag konnte Schmidt schwarze Zahlen präsentieren. Man habe schlicht nicht alles Geld gebraucht, das budgetiert worden sei, erklärte sie den guten Geschäftsabschluss gegenüber Radio Südostschweiz.

Derzeit befasse sich der Vorstand vor allem mit drei Dingen, sagt Schmidt. Da sei zum einen ein Antrag der Gemeinde Bever und deren Bevölkerung. «Die Bevölkerung möchte, dass jeder Zug von Chur kommend in Bever hält.» Aktuell müssen die Beverser in Samedan umsteigen, um wieder zurück nach Bever zu gelangen, wie Schmidt erklärt.

Weiter müsse eine gesamtheitliche Angebotsüberprüfung erstellt werden, weil in knapp fünf Jahren ein grosser Wechsel bevorstehe, erklärt Schmidt. «Der Betriebsvertrag endet 2024. Deshalb müssen wir eine Ausschreibung für den ganzen öffentlichen Verkehr im Oberengadin machen.» Und schliesslich kann Schmidt eine Neuerung präsentieren: «Wir werden das ÖV-Angebot erweitern und den Winterfahrplan bereits zwei Wochen früher aufnehmen», sagt Schmidt. Damit werde der öffentliche Verkehr umsetzen, wovon viele nur sprechen: die Saisonverlängerung. Man werde die Verlängerung des Angebots vorerst für eine Saison testen. Auf rund 120'000 Franken schätzt Schmidt die Mehraufwendungen für diesen Versuch. (sz)

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