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Grosse Hitze brachte aussergewöhnliche Ernte

Die Branchenorganisation «Graubünden Wein» hat die Zahlen zum vergangenen Jahr präsentiert. Der Hitzesommer setzte den Reben nicht zu – im Gegenteil.

Marco
Hartmann
Dienstag, 09. April 2019, 13:07 Uhr Das Rebjahr 2018
Die geerntete Menge stieg 2018 um 15 Prozent.
OLIVIA ITEM

Laut dem kantonalen Rebbaukommissär Hans Jüstrich erlebten die Winzerinnen und Winzer ein aussergewöhnliches Rebjahr 2018. Im Herbst erfolgte das Wimmeln drei Wochen früher als üblich. Dies gab es laut Jüstrich einzig in den Jahren 1947 und 2003, als die Bündner Trauben schon im September gewimmelt werden konnten. Dies bestätigt auch Leonhard Kunz, Geschäftsführer von «Graubünden Wein» im Video-Interview:

Unter der aussergewöhnlichen Hitze vom vergangenen Sommer hat die Natur gelitten. Die daraus resultierende extreme Trockenheit spielte den Winzern aber in die Karten. Leonhard Kunz erklärt warum: 

Nebst dem guten Ertrag stimmte aber auch die Qualität. Mit 3.35 Millionen Kilo liegt die Ernte 15% über dem zehnjährigen Mittel.

Wein herstellen? Ein Vollzeit-Job!

Wer jetzt denkt, dass unsere Weinproduzenten nur im Herbst arbeiten, hat sich stark getäuscht. Klickt Euch durch die verschiedenen Stationen im Bündner Rebjahr.

Wir haben Leonhard Kurz um einen Blick in die Kristallkugel gefragt. Ob die Ernte 2019 dieser vom vergangenen Jahr das Wasser beziehungsweise den Wein reichen kann? Der Geschäftsführer von «Graubünden Wein» wagt derzeit noch keine detailierte Prognose.

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