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Höhere Angebotsmieten und Preise für Wohneigentum im März

Die Angebotsmieten für Wohnungen sind im März 2019 gestiegen und weisen damit den ersten Anstieg im laufenden Jahr aus. Auch die Preise für Wohneigentum haben leicht zugelegt. Regional zeigen sich allerdings unterschiedliche Entwicklungen.

Agentur
sda
Dienstag, 02. April 2019, 08:02 Uhr Zürich
Bei der Besichtigung von Wohnungen bilden sich teilweise gigantische Schlangen von Wohnungssuchenden. Im März sind die Angebotsmieten für Wohnungen gestiegen. (Archivbild)
Bei der Besichtigung von Wohnungen bilden sich teilweise gigantische Schlangen von Wohnungssuchenden. Im März sind die Angebotsmieten für Wohnungen gestiegen. (Archivbild)
KEYSTONE/WALTER BIERI

Die Angebotsmieten stiegen im Berichtsmonat gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, nachdem sie im Februar noch um 0,5 Prozent nachgegeben hatten. Im Vergleich zum Vorjahr resultiert jedoch ein Abschlag von 1,6 Prozent, wie der am Dienstag veröffentlichte Swiss Real Estate Offer Index zeigt. Der Index wird monatlich von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilienunternehmen IAZI erhoben.

Zentralschweiz und Zürich teurer

Die Entwicklung zeigt im Monatsvergleich klare regionale Unterschiede. So haben die Angebotsmieten in der Zentralschweiz (+1,3%) und in der Region Zürich (+1,1%) weit stärker zugelegt als in der Ostschweiz (+0,4%) und in der Genferseeregion (+0,3%). Im Tessin haben die Mietpreise hingegen mit einem Minus von 1,7 Prozent klar nachgelassen.

Leicht teurer wurde im März auch Wohneigentum. Für Stockwerkeigentum stiegen die Preise um 0,4 Prozent. Ein Quadratmeter Nettowohnfläche einer typischen Eigentumswohnung kostete damit rund 7«168 Franken. Keine Preisveränderung zeigte sich hingegen bei den Einfamilienhäusern. Der verlangte Quadratmeterpreis lag hier wie bereits im Vormonat bei rund 6»315 Franken.

Konstante oder sinkende Mieten erwartet

Trotz dieser kurzfristigen Bewegungen dürfen Wohnungssuchende in den kommenden Monaten abseits der grossen Zentren mit konstanten oder sogar sinkenden Mieten rechnen, hiess es in der Medienmitteilung weiter. «Denn obwohl in vielen Regionen erhöhter Leerstand und damit ein Überangebot herrscht, bleibt die Attraktivität von Immobilien im Vergleich zu anderen Anlagen ungebrochen», kommentiert Martin Waeber, Director von ImmoScout24.

Die Entscheide wichtiger Notenbanken würden darauf hindeuten, dass die Zinsen niedrig bleiben. Mit traditionellen Anlagen lasse sich derzeit kaum Geld verdienen, während Mehrfamilienhäuser im Vergleich dazu eine noch immer beachtliche Rendite generieren könnten. Das treibe die Nachfrage und erhöhe das Angebot, was wiederum auf die Mietpreise drücke.

Auch der Kauf von Wohneigentum sei derzeit attraktiv. Die Finanzierung sei im März erneut günstiger geworden und die Zinsen von zehnjährigen Festhypotheken hätten ein Rekordtief erreicht. «Kaufen ist attraktiver als Mieten, wenn man die Finanzierungsbedingungen zu erfüllen vermag», so Waeber weiter.

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