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Bulgari will weiter zweistellig wachsen

Das italienische Luxusgüterunternehmen Bulgari rechnet auch im Geschäftsjahr 2019 mit zweistelligen Wachstumsraten. Gleichzeitig will die LVMH-Tochter die Zahl ihrer Verkaufsstellen reduzieren, um die Marke «exklusiver» zu machen.

Agentur
sda
Freitag, 22. März 2019, 12:01 Uhr Basel

«Wir sind ehrgeizig», erklärte Bulgari-Chef Jean-Christophe Babin der Nachrichtenagentur AWP an der Uhrenmesse Baselworld. 2019 soll laut Babin «wie 2018 ein sehr gutes Jahr mit starkem zweistelligem Wachstum werden». Der Uhren- und Schmuckbereich des französischen Konzerns LVMH, zu dem Bulgari beiträgt, erzielte 2018 einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und verzeichnete ein organisches Wachstum von 12 Prozent.

Schmuck im Fokus

Einen besonderen Fokus will Bulgari künftig auf Schmuck legen. «Je mehr wir den Schmuck stärken, desto mehr verstärken wir die Attraktivität der Marke», erklärte Babin. In spätestens zwei Jahren sollen Bulgari-Schmuckstücke nur noch in den firmeneigenen Läden erhältlich sein.

Und Uhren wird Bulgari künftig nur noch in 600 Mehr- und Einmarkenläden verkaufen, statt wie heute in rund 1000. Babin ist sich bewusst, dass diese Faktoren kurzfristig das Wachstum verlangsamen können: «Wenn man Türen schliesst, verkauft man weniger.» Der Bulgari-Chef zeigte sich jedoch überzeugt, dass dieser Effekt nicht zuletzt dank neuen Produkten kompensiert wird.

Glücklich ist Babin mit der Entwicklung in China; diesen Markt bearbeite man seit fünf Jahren vermehrt mit hohen Investitionen. Dort gehöre Bulgari bereits zu den anerkannten Elite-Marken. Gleiches gelte für die Vereinigten Staaten. «Wir haben jenseits des Atlantiks deutlich Marktanteile gewonnen», erklärte der Bulgari-Chef.

Expansion in der Schweiz

In der Schweiz verfügt Bulgari über drei Filialen und will in diesem Jahr eine weitere in Luzern eröffnen. Der Shop am Flughafen Zürich etwa laufe «sehr gut». Ausserdem hat Bulgari «Shop in Shop»-Projekte mit Kirchhofer oder Gübelin.

Das im Bau befindliche Uhrenwerk in Saignelégier soll spätestens im September eröffnet werden. Denn der Umzug der Zifferblattproduktion aus La-Chaux-de-Fonds müsse während der Uhrmacherferien erfolgen. Babin ist zuversichtlich, dass die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen sind. «Wenn Saignelégier nicht gehen würde, hätten wir grosse Schwierigkeiten, unsere Uhren herzustellen.»

Ziel sei es, die Kapazität in Saignelégier zu erhöhen und die Abläufe zu optimieren, so der Geschäftsführer. «Wir verfügen über Anlagen mit einer Kapazität von 60'000 Teilen pro Jahr, die sich auf drei Hauptmodelle konzentrieren.»

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