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Die TecLadies von morgen

Die Wirtschaft sucht Junge Talente in den Bereichen Technik und Informatik. Wer sich heute in Hochschulen in den technischen Fakultäten umschaut, stellt fest: Das ist (fast) eine reine Männersache. Ein Förderprogramm will dies ändern und vermehrt junge Mädchen für technische Berufe begeistern.

Bernhard
Aebersold
Donnerstag, 21. März 2019, 04:30 Uhr Mentoring-Programm
Die beiden Mentee Noemi Güntert (l) und Mia Gredig (r) nehmen am Swiss TecLadies Förderprogramm Teil.
PRESSEBILD / HTW CHUR

Mia Gredig ist gerade mal 13 Jahre alt und gehört zu den jüngsten Teilnehmerinnen des Swiss TecLadies Förderprogramms. Die Malanserin kann sich gut vorstellen, später einmal einen technischen Beruf auszuüben. Doch herauszufinden, welche Bereiche es denn alles gibt und was Berufstätige in diesen Bereichen genau machen, ist gar nicht so einfach.

Abhilfe schafft ein Mentoring-Programm der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW), bei dem Mia einer Mentorin in einem technischen Berufsumfeld über die Schulter blicken darf. Der Fokus liegt bewusst auf jungen Mädchen, um die männerdominierte Branche künftig etwas ausgeglichener zu gestalten.

Niemals aufgeben

Schweizweit beteiligen sich am Förderprogramm rund 90 Mentorinnen, die sich auf freiwilliger Basis Zeit nehmen, um unseren Nachwuchstalenten wie Mia einen Einblick in ihren Alltag zu gewähren. Die HTW Chur engagiert sich am Förderprogramm der SATW mit zwei Mentorinnen.

Eine davon ist Noëlle Bottoni. Für die wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Bauten im alpinen Raum ist es eine Herzensangelegenheit: «Ich finde es enorm wichtig, jungen Mädchen zu zeigen, dass es in technischen Berufen Frauen gibt, auch wenn sie heute noch deutlich in der Unterzahl sind und sie dahingehend ermutigen, ihre Träume weiterzuverfolgen. Gerade für Mädchen ohne Zugang zu technischen Berufen kann das Mentoring-Programm eine Möglichkeit sein, bisher unbekannte Berufsfelder kennen zu lernen.»

Mehr als eine Mentorin

Die Mentorinnen geben ihrer Mentee aber nicht nur berufliche Ratschläge, sondern sie beraten ihre Mentees auch auf einer persönlichen Ebene. «Wir versuchen für alle Fragen der Mädchen da zu sein. Wir treffen uns zudem nicht immer nur in beruflichen Angelegenheiten, sondern gehen auch mal zusammen Ski fahren», ergänzt die gelernte Architektin Bottoni.

Mia ist vom Förderprogramm begeistert und kann es jedem gleichaltrigen Mädchen nur empfehlen: «Ich finde es eine mega coole Erfahrung, die technischen Berufsfelder genauer kennen zu lernen und sich bei der Berufswahl nicht nur auf die typischen Mädchen-Berufe zu fokussieren.» 

Noch bis im Juli wird sich Mia in unregelmässigen Abständen mit ihrer Mentorin treffen und so noch die eine oder andere Drohne in ihre Zukunft steigen lassen.

Mia Gredig und Noemi Güntert machen Drohnenaufnahmen vom HTW Gebäude:

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