Die erste Migros im Engadin wird teurer
Die Migros will in Samedan ihren ersten Supermarkt im Engadin bauen. Aber bereits der Start der Bauarbeiten gestaltet sich schwieriger als gedacht. Sie dürften länger dauern und auch mehr kosten.
Die Migros will in Samedan ihren ersten Supermarkt im Engadin bauen. Aber bereits der Start der Bauarbeiten gestaltet sich schwieriger als gedacht. Sie dürften länger dauern und auch mehr kosten.
Im August des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die Samedaner Pfister Immobilien AG gemeinsam mit der Migros Ostschweiz eine Überbauung im Quartier Cho d`Punt in Samedan erstellt. Teil der Überbauung soll auch ein Migros-Supermarkt werden – der erste überhaupt im Engadin. Dazu kommt noch ein Migros-Restaurant mit 160 Sitzplätzen und eine Tankstelle mit Shop und Bistro, die alle 2021 eröffnet werden sollen.
Laut Bauplan hätte am Freitag mit dem Aushub des 40-Millionen-Projekts begonnen werden sollen. Hätte, denn es läuft nicht alles nach Plan, weil der Baugrund anspruchsvoller ist als erwartet.
Das Grundwasser macht Sorgen
Laut dem Bauherrn Urs Pfister bereitet bei den Arbeiten vor allem das Grundwasser Sorgen, wie er gegenüber Radio Südostschweiz sagt. Für den Aushub der zweistöckigen Tiefgarage braucht es einen trockenen Grund, damit diese wie geplant gebaut werden kann. «Wir haben einen Ring gebaut und diesen ins Wasser gesetzt. Dadurch gelangt kein Wasser mehr in die Baugrube», erklärt Pfister. Das Wasser, das von Unten aufsteige, werde zudem mit Pumpen abgepumpt. «Das Pech ist aber, dass das Wasser, das von Unten kommt, sehr viel mehr ist, als im Vorfeld berechnet wurde.»
Um das Grundwasser die nötigen sieben Meter zu senken, braucht es nun also stärkere Pumpen, mehr Strom und weitere Tests. Das alles kostet – und zwar mehr als geplant. Das sei ein Rückschlag und er sei angespannt, sagt Pfister, der bisher durchwegs positive Rückmeldungen zu seinem Projekt bekommen hat und trotzdem zuversichtlich bleibt. «Es sieht nach viel mehr aus, aber wir reden hier von zwei bis vier Prozentpunkte auf die ganze Bausumme, die dazu kommen. Bei einem 40-Millionen-Projekt sind fünf Prozent halt schon zwei Millionen», sagt er.
Wost Case: Ein Jahr mehr
Im schlimmsten Fall müsse man mit einem Jahr Verzögerung rechnen, so Pfister. Davon gehe im Moment jedoch niemand aus. Aber: «Wenn wir in vier bis fünf Wochen nicht starten können, stellen wir die Bauarbeiten ein und planen ein neues Szenario.» Dann nehme man sich die Zeit, neu zu planen und in einem Jahr mit besseren Grundlagen starten.
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