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Es fliesst kein Geld in ein Abbruchhaus

Das Kantonsspital Graubünden plant beim alten Gebäudetrakt eine energetische Fassadensanierung sowie den Bau einer Solaranlage auf dem Dach. Es stellt sich aber die Frage, ob sich diese Investition überhaupt lohnt.

Südostschweiz
Freitag, 08. Februar 2019, 04:30 Uhr Sanierung Kantonsspital Chur
Kantonsspital Spital
Investiert das Kantonsspital Graubünden in ein Abbruchhaus?
Yanik Buerkli / ARCHIVBILD

Das Kantonsspital Graubünden plant beim alten Gebäudetrakt, dem sogenannten Haus A, eine energetische Fassadensanierung sowie den Bau einer Solaranlage auf dem Dach. Das kann den Baugespannen entnommen werden, die kürzlich im Amtsblatt der Stadt Chur publiziert worden sind. Das ist an sich nichts Besonderes, zumal ja viele alte Fassaden saniert werden, um Heizkosten zu sparen, oder wenn ein Haus künftig mit alternativer Energie versorgt werden soll.

Doch beim Haus A des Kantonsspitals handelt es sich um ein Gebäude, das im Zusammenhang mit dem über 400 Millionen Franken teuren Sanierungs-, Umbau- und Neubauprojekt des Zentrumsspitals demnächst abgebrochen wird. Und nun stellt sich die Frage, ob das Kantonsspital aufgrund dieser Pläne tatsächlich in ein Abbruchhaus investiert.

«Nein», sagt Dajan Roman, Mediensprecher des Kantonsspitals. Die Fassade des Hauses A werde tatsächlich in energietechnischer Hinsicht saniert. Und auf dem Dach werde eine Solaranlage installiert. Das Bauvorhaben werde bei jenem Teil des Hauses A umgesetzt, der erhalten bleibe und weiterhin genutzt werde. «Abgerissen wird nur gerade der Trakt, der von der Loëstrasse bis zum Bereich des heutigen Haupteingangs reicht», erklärt Roman weiter. (mo)

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