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954 reuige Steuersünder zeigen sich 2018 selbst an

2018 haben in Graubünden so viele Menschen sich selbst bei der Steuerverwaltung angezeigt wie noch in keinem Jahr zuvor. 954 Selbstanzeigen und ein Gesamtvermögen von 326 Millionen Franken sind es gewesen.

Südostschweiz
Donnerstag, 10. Januar 2019, 17:12 Uhr 326 Millionen Franken
Die Steuerverwaltung hat eine Rekordmenge an Selbstanzeigen zu verarbeiten.
MARCO HARTMANN

Seit 2010 können sich Personen nachträglich selbst bei der Steuerverwaltung anzeigen und Vermögen, die bisher am Fiskus vorbeigeschleust wurden offenlegen. Im Jahr 2018 haben das in Graubünden so viele Personen wie noch nie getan. 954 Selbstanzeigen sind bei der Steuerverwaltung eingegangen, und Vermögen von ebenfalls rekordhohen 326 Millionen Franken offengelegt worden. Durch diese Selbstanzeige entgehen die Steuersünder einer weiteren Strafe, sie müssen auf diese Gelder nur die Verzugszinsen aber keine Strafsteuern bezahlen. Dies schreibt die Agentur Keystone-SDA.

Kanton, Gemeinden und Bund nehmen dadurch nachträglich rund 21 Millionen Franken ein. Der Kanton erhält 8,2, die Gemeinden 7,5 und der Bund 5,3 Millionen Franken. Eine weitere Rekordzahl bei den Selbstanzeigen bilden die so genannten Bagatellfälle. Dabei handelt es sich um die Meldung von ausländischen Liegenschaften. Diese sind aber nur zur Bestimmung des Steuersatzes massgebend. Vermögen und Ertrag auf solche Liegenschaften müssen nämlich im jeweiligen Land versteuert werden.

Seit dem Inkrafttreten dieser so genannten kleinen Steueramnestie 2010 sind im Kanton Graubünden fast 3000 Selbstanzeigen eingegangen und wurden insgesamt Vermögen von einer Milliarde und Einkommen von 26 Millionen Franken nachgemeldet. Total hat der Kanton dadurch 29 und die Gemeinden 26 Millionen Franken zusätzlich eingenommen. (so)

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