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Im Sennhof entsteht ein Stück Altstadt neu

Der Justizvollzug im Sennhof Chur zieht nach Cazis und wird bald ein leeres Gebäude hinterlassen. Mit einem Neubauteil mit Restaurant, Geschäften, Wohnungen und Raum für Studenten soll das Areal aber wieder Leben eingehaucht werden.

Südostschweiz
Donnerstag, 20. Dezember 2018, 14:34 Uhr Neue Nutzung

Der Justizvollzug im Sennhof in Chur wird aufgegeben. Die Gefangenen ziehen Anfang 2020 nach Cazis in die neue geschlossene Justizvollzugsanstalt Cazis Tignes und auch die Staatsanwaltschaft wird wegziehen. Somit wird das 3000 Quadratmeter grosse Gebäude mitten in der Churer Altstadt schon bald leer stehen.

Mit einem Investorenwettbewerb wurde nach verschiedenen Lösungsansätzen gesucht. Diese sind laut einer Mitteilung der Bündner Regierung nun geprüft worden. Nach einer Vorprüfung durch ein Beurteilungsgremium, komme die Regierung zum Schluss, den Baurechtsvertrag mit dem Team und dem Projekt «Kontinuum» abzuschliessen.

«Weiterführung der Altstadt»

Die Lage des Gesamtareals am östlichen Rand der Churer Altstadt sei anspruchsvoll und durch ein geschichtsträchtiges Gebäudeensemble geprägt, heisst es. Das Projekt «Kontinuum» führe die bestehende Gebäudestruktur weiter und füge sich durchdacht in die Altstadt ein. Der Turm, der Bogentrakt und die Gebäude entlang der Sennhofstrasse werden erhalten bleiben. Es wird aber auch einen Neubauteil geben.

«Wir haben uns entschieden, die ersten drei Trakte zu behalten. Den Verbindungstrakt an der Nordseite würden wir aber abreissen und mit einem Neubau ersetzen», sagt Jon Ritter, einer der Architekten des Projekts, gegenüber Radio Südostschweiz. Dadurch werde der historische Turm freigestellt und das Areal öffne sich gegen den Rebberg.

«Es wird ein Stück Altstadt neu entstehen», so Ritter. «Kontinuum» bedeute eben eine Weiterführung der Altstadt. Man wolle nicht wieder hochwertige Wohnungen schaffen, sondern günstigen Raum für das Gewerbe, Kultur, Studenten und genossenschaftliches Wohnen realisieren. Das sei eine grosse Herausforderung.

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Mit diesem Vorgehen hat sich der Kanton eine einmalige Change vergeben, nämlich etwas für die Kultur zu tun und zwar ein Konzervatorium zu erstellen mit einem Konzetsall für die Kammerphilharmonie Graubünden es ist eine Schande das spez. für die 4. Landessprache kein Zentrum für Musik und Gesang vorhanden ist (ein Projekt besteht). Dem Kanton ist wichtiger seine Geldgier zu förden, das andere interessiert in und dann geht es auch darum der Stadt Chur als Bündner Zentrum eines auszuwischen. Ich werde mir vorbehalten die ganze Sache an einem anderen Ort mal vorzulegen und zwar das Finanzgebaren dieses Kantons sei zu überprüfen, nur immer Jammern und nicht wissen wohin mit dem Geld (für unwichtige Sachen reichts), das kann es nicht sein( ist einer der reichsten Kantone der Schweiz)