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Sanierungs-Endspurt im Davoser Eispalast

Bis zu 70 Handwerker arbeiten im Davoser Eisstadion an der Fertigstellung der ersten Sanierungsetappe. Der Zeitdruck ist enorm, bis zur Eröffnung der Baustelle «Nordseite» bleibt nur noch eine Woche Zeit.

Béla
Zier
Freitag, 23. November 2018, 12:00 Uhr Enormer Zeitdruck

Der Hockey Club Davos (HCD) sieht sich zeitgleich mit zwei Baustellen konfrontiert. Da wäre die laufende Saison, die für den Schweizer Rekordmeister miserabel verläuft, und die heimische Spielstätte.

Im vergangenen März wurde an der Nordseite mit der ersten Etappe der umfassenden Gesamtsanierung der Vaillant-Arena begonnen. Dass es bei diesen Arbeiten zu keiner Niederlage kommt, dafür ist Stefan Cavigelli verantwortlich. Dem 39-Jährigen obliegt als zuständigem Bauleiter der Firma Baulink die Verantwortung für die termingerechte Fertigstellung der Sanierungsarbeiten. Sein Gegner ist die Zeit.

«Das werden wir schon schaffen»

Aktuell seien zwischen 60 und 70 Handwerker, vom Elektriker über den Maler bis hin zum Holzbauer, auf der Baustelle tätig, sagt Cavigelli bei einer gestrigen Besichtigung der Hallen-Nordseite. Gearbeitet wird unter anderem am neuen Restaurant im ersten Stockwerk, den erweiterten Cateringbereichen sowie der komplexen Haustechnik. Es lärmt von überall her.

«Wir sind beinahe fertig, auch wenn das für Laien fast nicht fassbar ist.»

Von aussen präsentiert sich die Nordseite mit ihrem neuen überdachten Rundgang, der künftig alle Sektoren des Eisstadions verbinden wird, so gut wie fertig. Davon kann im Innern, durch die Augen eines Laien betrachtet, keine Rede sein. Man könnte meinen, dass diese Arbeiten noch wochenlang andauern. Das werden und können sie nicht, stellt Cavigelli klar. Bis am nächsten Freitag muss das Sanierungsprojekt abgeschlossen sein. «Doch, doch, das werden wir schon schaffen», hält der Bauleiter zur skeptischen Bemerkung des Autors fest, dass das doch nicht zu schaffen sei. Vor drei Monaten hätte auch niemand daran geglaubt, dass man per Ende November fertig werde. «Aber dadurch, dass sich alle am Bau Beteiligten so eingesetzt und mitgedacht haben, können wir das Ziel erreichen», sagt Cavigelli. Es sei zwar momentan sehr hektisch, aber «wir sind beinahe fertig, auch wenn das für einen Laien fast nicht fassbar ist».

Bereits einige Millionen verbaut

Trotz des terminlich sehr engen und deshalb für alle stressigen Bauprogramms zeigt sich Cavigelli mit der Qualität der geleisteten Arbeiten sehr zufrieden. Alle hätten ihr Bestes gegeben. Jetzt, im Endspurt, würde täglich etwa zehn bis zwölf Stunden lang gearbeitet. Einige der an der Sanierung beteiligten Unternehmen würden auch am Samstag arbeiten. Cavigelli: «Vor allem die Elektriker und Holzbauer arbeiten schon fast seit drei Monaten jeden Samstag.»

Total kostet die bis 2020 dauernde Sanierung der Eishalle 25,55 Millionen Franken. In der vor ihrem Abschluss stehenden ersten Etappe wurden laut der Davoser Gemeindearchitektin Cornelia Deragisch 5,96 Millionen Franken verbaut. Das Gesamtprojekt musste vor allem wegen feuerpolizeilicher Auflagen der Bündner Gebäudeversicherung angepackt werden. Nächstes Jahr wird dann die Sanierung der Südtribüne in Angriff genommen. Auch dafür wird Cavigelli als Bauleiter zuständig sein: «Das Bauprogramm wird dann sehr wahrscheinlich noch angespannter sein.»

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