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Mahnungen bleiben nicht ohne Folgen

Rechnungen und Mahnungen auf dem Schreibtisch verstauben zu lassen, kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Umso mehr erstaunt, dass viele Schweizerinnen und Schweizer eintreffende Zahlungsbefehle auf die leichte Schulter nehmen.

Bernhard
Aebersold
Freitag, 09. November 2018, 15:51 Uhr Rechnungen bezahlen?
In einer Studie von Comparis.ch geben 50 Prozent der Befragten an, dass Zahlungsbefehle und Mahnungen folgenlos bleiben.
SYMBOLBILD PIXABAY

Eine repräsentative Umfrage des Vergleichsdienstes comparis.ch offenbart enorme Wissenslücken bezüglich der Bonitätsprüfung. Darin gibt die Hälfte der Befragten an, dass das Nichtbezahlen von Rechnungen keine Auswirkungen auf die Beurteilung ihrer Kreditwürdigkeit habe. Satte 30 Prozent gaben weiter an, dass Betreibungen «egal seien». Die Umfrage wurde schweizweit durchgeführt. Gesonderte Zahlen für den Kanton Graubünden liegen nicht vor.

Bonität wird öfter geprüft als gedacht

Wer keine weisse Weste im Betreibungsregister aufweist, hat es insbesondere bei der Wohnungssuche deutlich schwerer. Aber auch bei alltäglicheren Dingen finden regelmässige Bonitätsprüfungen statt. Viele Online-Shops prüfen beispielsweise vor der Transaktion die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden. Kam ein Kunde regelmässig in Zahlungsverzug, wird ihm im Browser die Möglichkeit auf Rechnung zu bestellen gar nicht erst angezeigt.

«Dass es soweit kommt, braucht es aber mehr als eine liegengebliebene Rechnung», sagt Daniela Brunner, Head of Marketing & Communications bei der Wirtschtaftsauskunftei Intrum auf Anfrage. Nach zwei Mahnungen weise man noch keine schlechte Bonität auf. «Mehrfache Zahlungsausstände wirken sich aber dennoch negativ auf die Bonität aus», so Brunner weiter.

Die eigene Bonität prüfen? So funktionierts:
Falls man sich selbst über die eigene Bonität informieren will, kann dies jeder Bürger auf der Intrum-Webseite tun. Dafür wird zur Identifikation eine gültige Identitätskarte benötigt.

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