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Der Sommer kann kommen: Durststrecke in Uzner Flussbad ist zu Ende

Wer nichts zu trinken dabei hat, muss an der Linth in Uznach nicht mehr Durst leiden. Demnächst wird es im Flussbad in der Grynau einen Imbissstand geben. Der Zuschlag ging an die Betreiber eines bekannten Lokals aus der Region.

Christine
Schibschid
Samstag, 14. April 2018, 02:00 Uhr Bistro für das Flussbad
Hier kommt er hin: Der Imbisswagen steht künftig neben dem Parkplatz (rote Linie), auch einige Sitzplätze sind dort geplant.
ZVG

An heissen Sommertagen ist das Flussbad in der Grynau in Uznach oft gut besucht. Bislang müssen die Badegäste Essen und Getränke jedoch selbst einpacken. Kaufen können sie im Flussbad nichts. Wer Hunger oder Durst bekommt, muss sich in Richtung Städtli aufmachen. Damit ist demnächst Schluss: In der Grynau macht ein Imbissstand auf, der bei schönem Wetter geöffnet sein wird.

Zunächst zweijähriger Vertrag

Als Betreiber hat der Uzner Gemeinderat unter mehreren Bewerbern das Restaurant «Waldegg» aus St. Gallenkappel ausgewählt. «Wir haben zunächst einen Vertrag für einen zweijährigen Testbetrieb abgeschlossen», sagt Gemeinderat Michael Rütsche.

Wie Marina Ricklin, Tochter der Inhaberin mitteilt, soll der Verkaufsstand «Ahoi Summer Bistro Waldegg» heissen. Marina Ricklin wird das Projekt gemeinsam mit ihrer Schwester Daniela in Zusammenarbeit mit dem Restaurant «Waldegg» verwirklichen. «Der Verkaufsstand wird beim Veloparkplatz aufgestellt, daneben werden auch einige Sitzplätze angeboten», so Ricklin. Starten könne man voraussichtlich Mitte Juni. «Bei schönem Wetter werden wir bis in den September geöffnet haben.»

Das Angebot solle klein und überschaubar sein. «Wir wollen regionale Lieferanten berücksichtigen.» Geplant sei etwa der Verkauf saisonaler Salate, ausserdem solle es Burger, Pommes, Fischknusperli sowie Glacé und Getränke geben. «Alkoholische Getränke dürfen nach Vorschrift der Gemeinde aus Sicherheitsgründen nicht verkauft werden», sagt Ricklin.

Die 25-Jährige wird Ende dieses Monats die Hotelfachschule in Thun abschliessen. Der Businessplan für das Bistro an der Linth ist zugleich ihre Diplomarbeit.

Zunächst mehrere Bewerber

Nachdem die «Südostschweiz» im Herbst darüber berichtet hatte, dass die Hürden für einen Stand beseitigt waren, hatten sich mehrere Bewerber bei der Gemeinde gemeldet. «Wir waren etwas überrascht von den Reaktionen auf den Zeitungsartikel», sagte Gemeinderat Michael Rütsche damals. Die Interessenten mussten schlüssige Betriebskonzepte vorlegen und aufzeigen, wie Angebot, Preise und Abfallkonzept aussehen sollen. Auch nach den Energiekonzepten fragte die Gemeinde. Es gibt im Flussbad weder Abwasser- noch Stromanschluss. «Zuletzt waren noch drei Bewerber übrig», so Rütsche. Das Gesamtpaket des «Waldegg»-Teams habe die Gemeinde am meisten angesprochen. «Es hat uns unter anderem wegen seines Angebots und der Öffnungszeiten überzeugt.» Auch sei es ein Pluspunkt, dass die Betreiber aus der Umgebung kämen.

Zunächst mit Generator

Eine Herausforderung für die neuen Standbetreiber ist der fehlende Stromanschluss in der Grynau. Vergangenen Herbst hatte Rütsche noch gesagt, Generatoren sollten für den Imbissstand nicht erlaubt werden. Die neuen Betreiber dürfen nun aber zunächst doch auf diese Art der Energieerzeugung zurückgreifen. «Längerfristig ist es aber unser Ziel, dass das anders gelöst wird», ergänzt Rütsche. Wegen der Kurzfristigkeit habe man dieses Zugeständnis allerdings machen müssen.

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