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In Davos beginnt die Buddelzeit

Sofort nach Ostern wird die noch Jahre dauernde Sanierung der Davoser Hauptstrasse – der Promenade – fortgesetzt. Zugleich nimmt das Tiefbauamt Graubünden am Davoser Ortseingang die Instandsetzungsarbeiten an der Salezergalerie auf.

Béla
Zier
17.03.18 - 10:49 Uhr
Wirtschaft

Die Osterfeiertage rücken näher. Danach endet der in Davos geltende winterliche Baustopp. Dann nimmt das Tiefbauamt Graubünden (TBA) eine weitere Etappe der 2016 aufgenommenen Sanierungsarbeiten an der Davoser Hauptverkehrsstrasse, der Promenade, in Angriff.

Die durch ganz Davos führende und äusserst stark befahrene Kantonsstrasse war das letzte Mal vor über 30 Jahren umfassend saniert worden. Ihr Zustand ist teilweise erbärmlich. Es haben sich tiefe Spurrillen gebildet, in denen sich bei Niederschlägen Dreckwasser sammelt. Mit diesem werden dann Passanten eingesaut, wenn Fahrzeuglenker ihr Tempo nicht rücksichtsvoll drosseln. Einheimische und Gäste können ein Lied davon singen. Bis die ganze Strasse wieder in Schuss gebracht ist, dauert es allerdings noch vier Jahre (siehe Grafik).

Verkehr wird umgeleitet

Im vergangenen Jahr wurden an der Promenade zwei Strassenabschnitte saniert. Dieses Jahr ist nun wie geplant die Etappe beim Kongresszentrum an der Reihe. Das bestätigte Roger Stäubli, stellvertretender Kantonsingenieur des Bündner Tiefbauamts, auf Anfrage.

Laut Stäubli werden die Arbeiten am 4. April aufgenommen, die Fertigstellung ist per 20. Juli vorgesehen. Während der Bauphase werde die zu sanierende Strecke gesperrt und der Verkehr über die Scalettastrasse umgeleitet. Man habe die von den Arbeiten tangierten Grundeigentümer und Gewerbetreibenden 2017 direkt darüber in Kenntnis gesetzt, zudem würde ihnen vor dem Start nochmals eine Baustelleninformation zugestellt.

Zusammenarbeit mit Gemeinde

Beim gesamten Sanierungsprojekt arbeitet das Bündner Tiefbauamt eng mit der Gemeinde Davos zusammen. Gemäss einer letztjährigen TBA-Information sei die Sanierung der Promenade nämlich auch wegen des Ersatzes der teilweise aus dem Jahr 1930 stammenden Wasser- sowie sanierungsbedürftiger Kanalisations- und Strassenbeleuchtungsleitungen nötig, die unter der Strasse liegen. Auch das Davoser Elektrizitätswerk nutze die Gelegenheit, um sein Leitungsnetz auf den neusten Stand zu bringen, hiess es in der TBA-Mitteilung. Stäubli führte zur aktuellen «Kongresszentrum»-Etappe aus: «Es ist eine gemeinschaftliche Massnahme zur Erneuerung der Strasse und der Gemeindeinfrastruktur.»

Lawinengalerie ist 37 Jahre alt

Ebenfalls am 4. April beginnt laut Stäubli die Instandsetzung der 390 Meter langen Salezer-Lawinengalerie eingangs Davos Dorf. Auslöser sei der Zustand der Betonkonstruktion des 1981 eröffneten Bauwerks. Während den Arbeiten, die bis November dauern sollen, werde der Verkehr aus Richtung Klosters nach Davos durch die Galerie geführt. In umgekehrter Richtung lenke man den Verkehr über eine 2017 erstellte provisorische Umfahrung, die neben der Galerie durchführt. Stäubli: «In beiden Richtungen steht eine Fahrspur zur Verfügung, Verkehrsbehinderungen sind keine zu erwarten.» Nebst der Betoninstandsetzung würden auch die elektromechanischen Anlagen in der Lawinengalerie erneuert und ergänzt.

Béla Zier ist Redaktor der gemeinsamen Redaktion Online/Zeitung «Südostschweiz» und «suedostschweiz.ch» und berichtet über die Region Davos und das Prättigau. Er ist seit 1993 für die Medienfamilie Südostschweiz tätig und arbeitet dort, wo er auch wohnt. In Davos. Mehr Infos

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