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Deutsche Krebsgesellschaft zeichnet unser «Kanti» aus

Das Brustzentrum sowie das Endometriosezentrum des Kantonsspitals Graubünden sind als erste Zentren der Ostschweiz zertifiziert worden.

Südostschweiz
Donnerstag, 25. Januar 2018, 16:59 Uhr Interdisziplinäre Teams
In der Schweiz erkranken jährlich 6'000 Patientinnen an Brustkrebs.
SYMBOLBILD ARCHIV

Das Brustzentrum des Kantonsspitals Graubünden ist am Mittwoch zertifiziert worden. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) verlieh dem «Kanti» diese Auszeichnung als erstes Zentrum der Ostschweiz. In einem zweitägigen Audit haben Fachexperten laut einer Mitteilung über 100 Kriterien geprüft.

«Dieses Zertifikat ist nicht nur ein Beleg dafür, dass wir nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeiten und unsere Patientinnen die bestmögliche Behandlung erhalten, sondern auch für unser grosses Engagement und die hohe Qualität, mit der unser interdisziplinäres Team Frauen mit Brustkrebs behandelt», wird Peter M. Fehr, Leiter des Brustzentrums Kantonsspital Graubünden, in der Mitteilung zitiert.

In der Schweiz erkranken jährlich 6'000 Patientinnen an Brustkrebs. Innert kurzer Zeit müssen sie eine Vielzahl von Entscheidungen bezüglich Operation, Chemo- und Hormontherapie, Bestrahlung etc. treffen. Am Brustzentrum des Kantonsspitals Graubünden werden solche Therapieempfehlungen in einem interdisziplinären Team mit Spezialisten aus Gynäkologie, Radiologie, Pathologie, Nuklearmedizin, Onkologie, Radio-Onkologie, plastische Chirurgie und Genetik getroffen. 

Die Zertifikatsübergabe in der Frauenklinik Fontana. PRESSEBILD

Unerfüllte Kinderwünsche

Als erstes in der Ostschweiz wurde ferner das Endometriosezentrum der Frauenklinik Fontana nach den Kriterien der Stiftung Endometriose Forschung (europäisches Label) zertifiziert. Den Patientinnen steht ein interdisziplinäres Team zur Verfügung.

Endometriose ist eine häufige und komplexe Frauenkrankheit, die neben starken Schmerzen während der Periode auch Unfruchtbarkeit hervorrufen kann. Man schätzt, dass 10 bis 15 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter und beinahe die Hälfte der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch davon betroffen sind.

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