RhB wächst stark beim Güterverkehr
Die Ski-WM in St. Moritz hat auch der Rhätischen Bahn Freude bereitet. Um die Resultate der erfolgreichen Schweizerinnen und Schweizer Athleten dreht es sich dabei weniger, denn um die eigenen.
Die Ski-WM in St. Moritz hat auch der Rhätischen Bahn Freude bereitet. Um die Resultate der erfolgreichen Schweizerinnen und Schweizer Athleten dreht es sich dabei weniger, denn um die eigenen.
Die Rhätische Bahn (RhB) blickt auf ein arbeitsreiches Jahr 2017 zurück. Der Geschäftsgang sei erfreulich, sagte RhB-Direktor Renato Fasciati an der Jahresmedienkonferenz vom Dienstag. Insbesondere die Strecke Landquart - St. Moritz dürfte die Verantwortlichen freuen. Hier konnte die RhB satte 12,8 Prozent mehr Passagiere befördern.
Dass der Zuwachs derart stark ins Gewicht falle, sei vor allem auch der Ski-WM in St. Moritz vom vergangenen Februar geschuldet. Verwaltungsratspräsident Stefan Engler bezeichnete den sportlichen Grossanlass als Highlight. Im Zuge der Ski-WM habe die Kleine Rote über 95'000 Personen von und nach St. Moritz befördert.
Auch nach der Ski-WM ging der RhB die Arbeit nicht aus. Die positive Entwicklung auf der genannten Strecke ist laut der Mitteilung zur Jahresmedienkonferenz jedenfalls keine Einzelerscheinung. Auch zwischen Chur und St. Moritz (+ 5,2 Prozent), Landquart und Scuol (+ 6,4 Prozent) sowie zwischen St. Moritz und Tirano (+ 5,6 Prozent) verkehrten mehr Passagiere. Auch der Bernina- (um 2,4 Prozent) und der Glacier-Express (um 10,3 Prozent) legten zu.
Das stärkste Wachstum verzeichnete die RhB jedoch beim Güterverkehr. Hier legte man um ganze 16,4 Prozent zu.
Modern und digital unterwegs
Die RhB steckt in einer tiefen Modernisierungsphase. Dies äussere sich unter anderem in reger Bautätigkeit, wie die Bündner Eisenbahn in der Mitteilung schreibt. So seien 2017 mit jenen in St. Moritz, Küblis, Rhäzüns und Felsberg gleich vier Bahnhöfe umgebaut und modernisiert worden. Diese entsprechen laut der RhB nun den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes. Ausserdem habe man wichtige Projekte in Angriff genommen, darunter die zweite Hinterrheinbrücke beim Bahnhof Reichenau und die Doppelspur zwischen Bever und Samedan.
Dass die Digitalisierung auch vor der RhB keinen Halt macht, zeigte RhB-Direktor Fasciati an einigen Beispielen auf. Eines davon betrifft die Kommunikation im Störungsfall. Hier habe man die Abläufe mit einer mobilen App «vereinfacht und optimiert». Ausserdem setze die RhB im Qualitätsmanagement ebenfalls auf eine App. Diese ermögliche es allen Mitarbeitern, allfällige Unregelmässigkeiten direkt online zu erfassen.
Albula-Durchstich im kommenden Herbst
Im kommenden Jahr will die RhB weiter in ihre Infrastruktur investieren. «Der Substanzerhalt bildet einen wichtigen Schwerpunkt», schreibt die Bahn. Massnahmen geträfen Tunnels, Brücken, Viadukte und Stationen gleichermassen. Ausserdem beginne man mit dem Bau des Infrastrukturstützpunktes in Landquart. Bis zum Herbst 2018 will die RhB den Durchstich im Albulatunnel schaffen.
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.
Im Artikel geht es um…
Im Artikel geht es um Innovation und Digitalisierung und die Südostschweiz bringt dazu ein Foto vom fast ältesten Zug. Passt nicht wirklich zusammen. Wie wäre es mit einem Foto vom Albula Gliederzug dazu?