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Panettone «Da Mamma» bequem nach Hause geliefert

Im Alter von 60 Jahren hat Antonietta Buoncore in Chur das Bistro «Da Mamma» eröffnet. Beim Restaurant allein bleibts aber nicht. Seit Kurzem verkauft die Italienerin ihre Produkte auch in einem Online-Shop.

Montag, 20. November 2017, 10:13 Uhr Online-Shop
Stolze Restaurantbesitzerin: Seit Kurzem verkauft die 64-jährige Antonietta Buoncore ihre Panettone auch online.
OLIVIA ITEM

Vor bald fünf Jahren hat sie sich ihren Traum erfüllt: Antonietta Buoncore hat in der Oberen Gasse in Chur das kleine Bistro «Da Mamma» eröffnet. Damals war sie bereits 60 Jahre alt. Ans Aufhören denkt die Italienerin heute aber noch lange nicht. Neu verkauft die 64-Jährige ihre Produkte auch in einem Online-Shop.

Auch das Catering läuft gut

Die Idee dazu kam ihr schon vor fast einem Jahr. Sie habe auch eine Facebook-Seite, erklärt Buoncore. Vor einem Jahr hätten dann ein paar Leute Panettone über Facebook bestellt. «Ich habe mir gedacht, wenn die Leute über Facebook meine Produkte bestellen, dann probiere ich, sie auch mal online zu verkaufen», sagt Buoncore mit ihrem sympathischen italienischen Akzent. Gesagt, getan. Seit vier Tagen kann das italienische Gebäck online in verschiedensten Variationen bestellt werden. «Wir backen auch laktosefreie Panettone», fügt Buoncore noch hinzu. Sie habe sogar versucht, glutenfreie Panettone zu backen, das habe aber nicht funktioniert. «Damit hätte man Fussball spielen können, so hart waren sie» erzählt sie und lacht herzhaft.

«Bei mir im ‘Da Mamma’ sollen sich alle wie zu Hause fühlen!»

Mit ihren drei Angestellten führt Buoncore aber nicht nur das Bistro und den Online-Shop, sie hat auch einen Catering-Service. Der Service werde vor allem für Hochzeiten gebucht, sagt sie. Eines ist ihr beim Catering besonders wichtig: «Die Kunden können bei mir immer zuerst alles probieren, damit sie sehen, ob ihnen meine Gerichte auch schmecken. Ich will, dass die Leute zufrieden sind.»

Das Hobby zum Beruf gemacht

Bis sich Buoncore den Traum des eigenen Restaurants erfüllen konnte, war es aber ein langer Weg. Als sie mit 60 Jahren unerwartet ihre Stelle verlor, kam für sie eine Frühpensionierung nicht infrage. Darum machte sie sich ihr liebstes Hobby zum Beruf: das Kochen. «Das ist meine Welt», meint Buoncore sichtlich glücklich.

Am wichtigsten sei ihr in ihrem Bistro das Essen. «Alles, was ich an den Tisch bringe, ist frisch.» Die Ravioli, die Gnocchi, die Lasagne und auch die Tagliatelle. «Die Gäste sollen etwas Gutes für ihr Geld bekommen.» In der Küche schwingt die gebürtige Kalabresin immer selbst den Kochlöffel, «zusammen mit meiner Küchenhilfe».

Essen wie bei der «Mamma»

Wer aber im Bistro «Da Mamma» die Speisekarte anschauen will, sucht vergebens. «Bei mir gibt es kein Menü à la carte.» Jeden Tag koche sie zwei Menüs. Ein vegetarisches und eines mit Fleisch oder mit Pesce, also mit Fisch. Dies hat einen guten Grund: «Wir sind nur zu zweit in der Küche. Wenn wir mehrere Menüs pro Tag kochen würden, gäbe das viele Resten», so Buoncore. Dies wolle sie vermeiden.

Im «Da Mamma» gibt es nebst zwei warmen Gerichten am Tag aber auch italienische Süssspeisen, die einst Bündner Zuckerbäcker nach Sizilien brachten. Die Süssigkeiten gibts zum Mitnehmen oder natürlich zum Geniessen mit einem echten italienischen Cappucino im «Da Mamma».

Es freue sie immer riesig, wenn viele Leute im Bistro vorbeikommen würden, sagt Buoncore. Und auch der Umgang mit ihrem Personal ist ihr sehr wichtig, wie sie sagt. «Ich will mit meinem Personal lachen können. Hier soll gute Stimmung herrschen. Wenn die Leute ins ‘Da Mamma’ kommen, sollen sie die Zeit hier geniessen.» So lautet auch eine der Hausregeln, die auf der Homepage des «La Mamma» zu finden sind: «Bei mir sollen sich alle wie zu Hause fühlen!»

Solange sie gesund bleibe, werde sie nicht aufhören zu kochen, so Buoncore. «Das ist mein Wunsch.» Für Gäste zu kochen, ist ihre Leidenschaft. So heisst es denn in Hausregel 8 auch: «Nur wer satt ist, ist glücklich!»

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