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Scuol bietet die Plattform für ein Pilotprojekt

Die Überbauung Monolit in Scuol bietet den Rahmen für ein grosses Pilot- und Demonstrationsprojekt des Bundesamtes für Energie. Dabei geht es um die Zukunft der Solarthermie. Mit dabei ist auch die Hochschule Rapperswil-Jona.

Südostschweiz
Montag, 30. Oktober 2017, 13:40 Uhr Solarthermie Monolit Scuol
Das Energieprojekt an der Überbauung Monolit in Scuol.
PRESSEBILD

Während der Markt für Photovoltaik boomt, ist derjenige für Solarwärme rückläufig. Dies schreibt die Generalplanerin Fanzun AG mit Standorten in Chur, Samedan, Scuol, Zürich und Bern. Laut der Mitteilung gibt es nämlich noch zu wenige Einsatzgebiete für die Technologie. Ein erfolgversprechender Ansatz ist die Regeneration von Erdsonden mittels gespeicherter Solarwärme.

Die Überbauung Monolit, ursprünglich Sotchà, in Scuol umfasst neun Mehr- und sechs Einfamilienhäuser im Engadiner Stil. Ziel des Bauherren Acla Immobiglias SA und der umsetzenden Generalplaner Fanzun ist es, das ehemalige Gewerbequartier in ein verkehrsfreies Wohnquartier mit energetisch selbstversorgenden Häusern im Minergie-A Standard zu verwandeln.

Die Überbauung, die 2020 fertiggestellt wird, bietet seit 2015 den Rahmen für das Projekt des Bundesamtes für Energie. Mit an Bord sind neben den Energiefachleuten von Fanzun das Institut für Solartechnik der Hochschule Rapperswil-Jona sowie die drei Solartechnikanbieter Caotec Solar Brusio, Vassella Energie Poschiavo und Sunage Balerna.

Erdsonden effizienter und langlebiger machen

Immer mehr fossile Heizungen werden durch Wärmepumpen ersetzt und rund ein Drittel davon nutzt Wärme aus dem Erdreich. Das Problem: Je mehr Erdsonden in einem Gebiet eingesetzt werden, desto mehr kühlt sich das umgebende Erdreich ab. Die Sonden verlieren so deutlich an Effizienz. Hier könnte laut Fanzun Solarwärme Abhilfe verschaffen.

Das Pilotprojekt will das Potenzial identifizieren, das Solarsysteme in Bezug zum langjährigen Verhalten und zur Regeneration von Erdwärmesonden-Feldern aufweisen. Dazu wurden an drei identischen Minergie-A-Mehrfamilienhäusern Kombinationen von Erdwärme- und Solarenergie-Anlagen angebracht.

Die Messungen für das Pilotprojekt laufen noch bis 2019, doch erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Solarwärme die Langlebigkeit und Energieeffizienz von Erdsonden deutlich verbessern kann.

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