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Lastwagen auf Schienen

Die Rhätische Bahn hat ein netzweites Stützpunkt- und Rettungskonzept ausgearbeitet. Am Donnerstag wurden sechs neue Zweiweginterventionsfahrzeuge im Rahmen einer kleinen Feier eingeweiht.

Südostschweiz
17.08.17 - 15:00 Uhr
Wirtschaft
Sechs neue Zweiweginterventionsfahrzeuge wurden am Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feier eingeweiht.
Sechs neue Zweiweginterventionsfahrzeuge wurden am Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feier eingeweiht.
MATTIAS NUTT

Zweiweginterventionsfahrzeuge sind Fahrzeuge, welche sowohl auf der Strasse, wie auch auf der Schiene verkehren können, und von der Feuerwehr im Interventionsfall eingesetzt werden. Die Fahrzeuge gehören der Rhätischen Bahn (RhB), werden aber von den örtlichen Feuerwehren betrieben. Anlässlich einer kleinen Feier wurden in Thusis die sechs neuen Fahrzeuge unter Anwesenheit von Regierungsrat Christian Rathgeb, RhB-Verwaltungsratspräsident Stefan Engler und RhB-Direktor Renato Fasciati eingeweiht.

Die sechs Fahrzeuge gehen an die Feuerwehren der Bahnstützpunkte von Samedan-Pontresina, Bergün-Filisur/Albula, Ilanz, Arosa, Poschiavo und Thusis. Die Feuerwehren von Klosters und Zernez waren bereits vor einigen Jahren mit Zweiwegfahrzeugen ausgerüstet worden, damit die Sicherheit beim längsten Bahntunnel auf dem Netz der RhB, dem Vereinatunnel, erhöht werden konnte. Die Kosten pro Fahrzeug belaufen sich auf 900'000 Schweizer Franken. Die Gesamtkosten des Projektes betragen somit knapp sechs Millionen Franken und beinhalten auch die Erstellung von 57 Eingleisstellen. Das sind jene Orte, wo die Interventionsfahrzeuge von Schiene auf Strasse und umgekehrt wechseln können.

Netzweites Rettungskonzept für die Intervention auf den RhB-Gleisanlagen
Im Rahmen der Revision des Eisenbahngesetzes hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation festgelegt, dass ab 2016 alle Bahnunternehmungen die Vorhaltekosten von Wehrdiensten für Einsätze an Eisenbahnanlagen verbindlich zu regeln haben. Entsprechend hat die RhB gemeinsam mit der GVG bis vor einem Jahr ein netzweites Stützpunkt- und Rettungskonzept für Rettungseinsätze auf den Gleisanlagen ausgearbeitet. Kern dieses Konzeptes sind acht Feuerwehrstützpunkte, welche mit speziellem Rettungs- und Löschmaterial für Einsätze bei der RhB ausgerüstet werden. Die Bahnstützpunkte verteilen sich auf die Feuerwehren Samedan-Pontresina, Bergün-Filisur/Albula, Klosters, Zernez, Ilanz, Arosa, Poschiavo und Thusis. Gleichzeitig hat man sich darauf geeinigt, dass die Feuerwehren im Umgang mit den bahntechnischen Anlagen, insbesondere mit dem Fahrstrom und dem Fahren auf Gleisanlagen von der RhB aus- und weitergebildet werden.

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