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Mehr Geld und Zeit für das Gemeinschaftskraftwerk Inn

Für das geplante Gemeinschaftskrafwerk Inn wird mehr Geld benötigt als geplant. 535 Millionen Euro soll das Projekt neu bis zur Inbetriebnahme 2020 kosten.

Südostschweiz
20.06.17 - 12:22 Uhr
Wirtschaft
Die Wehrbaustelle in Ovella unterhalb von Martina wird teurer als ursprünglich geplant.
Die Wehrbaustelle in Ovella unterhalb von Martina wird teurer als ursprünglich geplant.
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Seit knapp drei Jahren wird auf verschiedenen Baustellen am neuen Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) gearbeitet. Es entsteht an der Grenze zwischen der Schweiz und Österreich und ist das seit vielen Jahren grösste Flusskraftwerk im Alpenraum. Grösstenteils unterirdisch erstreckt es sich von Martina auf dem Gemeindegebiet Valsot über sieben Gemeinden des Oberen Inntals in Tirol.

Mehrkosten und Verzögerung

Die Bauarbeiten verliefen bisher jedoch nicht nach Plan. Wie die GKI GmbH in einer Mitteilung schreibt, kämpfte man mit verschiedenen Schwierigkeiten, die nun zu Mehrkosten und Verzögerungen führen. 535 Millionen Euro soll das Projekt nun bis zur Inbetriebnahme 2020 kosten. Ursprünglich geplant waren 461 Millionen. Die drei Gesellschafter der GKI GmbH, die Engadiner Kraftwerke, die TIWAG und der Verbund haben diese Mehrkosten genehmigt. So können die Bauarbeiten planmässig weitergeführt werden, wie es in der Mitteilung heisst.

Grund für die höheren Kosten sei unter anderem die Wehrbaustelle in Ovella unterhalb von Martina, deren geologischen Gegebenheiten anspruchsvoller waren als erwartet. Zudem musste für den Bau des Triebwasserwegs das Bauunternehmen gewechselt werden:

Länger dauerte laut Mitteilung auch die Errichtung der Braugruben mit Bohrpfählen und Verankerungen. Auch sie seien zudem mit deutlich höheren Kosten verbunden als erwartet.

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