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Kein Freiluftbett mehr für Graubünden

Für das «Null Stern Hotel» liegen rund 1000 Reservationsanfragen vor. Die beiden Konzeptkünstler Frank 
und Patrik Riklin bauen das Freiluftbett auch nächsten Sommer wieder auf. Allerdings nicht in Graubünden.

Südostschweiz
02.03.17 - 05:00 Uhr
La Quotidiana
Hier stand das Freiluftbett bisher. Bild Marco Hartmann
Hier stand das Freiluftbett bisher. Bild Marco Hartmann

von Ursina Straub

«Eine andere Tourismusregion hat einfach besser gepasst», nennt Frank Riklin als Grund dafür, weshalb das «Null Stern Hotel» nächsten Sommer nicht mehr in Graubünden installiert wird. «Und diese Region hat sich auch sehr ins Zeug gelegt.» 20 Tourismusorte aus der ganzen Schweiz haben sich für das «Null Stern Hotel» interessiert. Davon drei aus Graubünden: das Prättigau, Arosa und Vals.

Während vier Wochen haben die St. Galler Konzeptkünstler die interessierten Talschaften und Orte geprüft und haben jetzt, wie sie sagen, «den perfekten Standort gefunden». Wo das ist, wollen die Riklins zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Die künftigen «Null Stern Hotel»- Betreiber seien jedenfalls «ganz aus dem Häuschen» aus Freude darüber, dass sie den Zuschlag erhalten haben, so Frank Riklin.

Sie sähen den Wert des künstlerischen Konzepts und hätten den Geist des «Null Stern Hotels» verstanden. «Da ist nur Begeisterung», ergänzt Zwillingsbruder Patrik Riklin. Für das exklusive Verwendungsrecht der Marke «Null Stern Hotel» zahlt der künftige Tourismuspartner einen jährlichen Betrag. Wie hoch dieser ist, wollen die Riklins nicht angeben. Ab Anfang Juni soll das «Null Stern Hotel» wieder aktiv sein.

Fixes Zeitfenster für die Buchung

Vergangenen Sommer haben die Riklin-Brüder das «Null Stern Hotel» für die Open-Air-Ausstellung Art Safiental neu lanciert. Das Freiluftbett stand in Thalkirch und war in Kürze ausgebucht. Zudem beantworteten die Zwillingsbrüder, bei denen die mediale Inszenierung zum künstlerischen Konzept gehört, über 400 Medienanfragen aus aller Welt.

Bereits im Sommer wuchs die Warteliste all jener, die für 250 Franken und von einem Butler bedient unter dem Sternenhimmel schlafen wollten, auf rund 300 an. Mittlerweile haben die Riklins rund 1000 Reservationsanfragen auf dem Tisch. All diese potenziellen «Null Stern Hotel»-Gäste erhalten diesen Frühling zeitgleich eine Mail und können vor dem eigentlichen Booking während einer bestimmten Zeitspanne eine Nacht im Freiluftbett reservieren.

Die Riklins schliessen nicht aus, dass das «Null Stern Hotel» irgendwann nach Graubünden zurückkehren könnte. «Die Verhandlungen mit den Bündner Interessenten waren konstruktiv», versichert Frank Riklin. «Gut möglich, dass daraus neuer Schwung entsteht. Aber jetzt wandert das Bett erst einmal ab.»

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