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Stromfirmen müssen Tarife für Kleinkunden senken

Das Bundesgericht geht gemäss der «Sonntagszeitung» gegen überhöhte Strompreise für Privat- und Firmenkunden vor. Auch gegen das Bündner Unternehmen Repower läuft ein Verfahren.

Südostschweiz
Sonntag, 14. August 2016, 19:00 Uhr Urteil gegen Stromfirmen
Repower muss seinen Privat- und Firmenkunden vielleicht bald tiefere Preise anbieten. Bild Yanik Bürkli

Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, setzt ein Bundesgerichtsurteil den jahrelang zu hoch verrechnten Strompreisen für Private und kleine Firmen ein Ende. Die Schweizer Stromproduzenten hätten ihren Kleinkunden über Jahre zu hohe Stromtarife verrechnet, um Verluste bei ihren Atom- und Wasserkraftwerken auszugleichen. Bei den beroffenen Stromlieferanten werden Tarifsenkungen nötig, die sich zu «Millionenbeiträgen» summieren, wie Renato Tami, Geschäftsleiter der staatlichen Strom-Regulierungsbehörde Elcom, sagt.

Preise müssen gesenkt werden

Weil Private und Kleinkunden ihren Lieferanten – im Gegensatz zu den Grossverbrauchern – nicht wechseln dürfen, gaben viele Stromlieferanten den teuren Strom ihrer eigenen Kraftwerke an die kleinen Kunden weiter, während der günstig eingekaufte Rest an die Grosskunden im freien Markt ging.

Die Elcom bekämpfe die Praxis der überhöhten Strompreise für Kleinkunden seit Jahren, berichtet die «Sonntagszeitung» weiter. Sie entwickelte auf Basis des Stromversorgungsgesetzes eine Berechnungsmethode, die den eingekauften und den selbst produzierten fair auf alle Bezüger verteilt. Gegen diese Methode wehrten sich die betroffenen Firmen vor Gericht. Das Bundesgericht gab der Aufsichtsbehörde in ihrem Urteil von Mitte Juli nun recht.

Auch gegen das Bündner Unternehmen Repower läuft ein Verfahren. Dazu äussern wolle sich das Unternehmen aber nicht, schrieb die «Sonntagszeitung» weiter. (so)

 

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