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Die Lagalb-Bahn ist gerettet!

Die Diavolezza- und die Lagalb-Bahn werden von der Piz Nair AG gekauft. Damit wird das Überleben der Lagalb gesichert.

Südostschweiz
Freitag, 24. Juni 2016, 16:14 Uhr Neue Lösung gefunden
Steht seit April still - die Lagalb-Bahn. Archivbild

Eigentlich wollte die Gruppe Pro Lagalb die Bahn retten. Dafür wollten sie bis Ende Juni fünf Millionen Franken auftreiben. Dies hat sich nun «erledigt». Die Bahn wird zusammen mit der Diavolezza-Bahn von der Piz Nair AG gekauft, diese wird im Juni 2017 in Diavolezza Lagalb AG umbenannt. Damit wird der Weiterbetrieb der Lagalb sichergestellt, die Gruppe Pro Lagalb um Rainer Good und George Walliser wird in die Überlegungen der neuen Diavolezza Lagalb AG mit einbezogen, wie es in einer Mitteilung heisst. Gleichzeitig erhalten die Bergbahnen Piz Nair einen neuen Besitzer. Sie werden von Engadin St. Moritz Mountains AG übernommen.

 

Rainer Good zeigt sich im Gespräch mit RSO überrascht, aber auch erfreut

Mit dieser Gesamtlösung für die drei Oberengadiner Bergbahnen sollen klar positionierte Bergbahnunternehmen entstehen, die das touristische Angebot vorantreiben. Ein Arbeitsabbau ist gemäss der Mitteilung nicht vorgesehen. Über die Konditionen der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Initiiert wurde diese Lösung von der Familie Niarchos, die die Mehrheiten an der Piz Nair AG und an der Corvatsch AG hält.

Ein Dank an Pro Lagalb

Franco Tramèr, Verwaltungsratspräsident der Piz Nair AG, verdankt die Arbeit von Pro Lagalb. «Die Pro Lagalb hat eine Reihe interessante Ideen in die öffentliche Diskussion um die Lagalb eingebracht und viel Vorarbeit geleistet. Wir möchten diese in unsere Überlegungen mit einbeziehen und laden die Unterstützer der Pro Lagalb auch ein, sich an der neuen Diavolezza Lagalb AG als Aktionäre zu beteiligen», so Tramèr.

Die Co-Initianten der Pro Lagalb, George Walliser und Rainer Good, freuen sich: «Wir sind froh, dass sich die beiden Bergbahngesellschaften zu einer Lösung zusammengefunden haben, die im Interesse der gesamten Region liegt. Das Engagement der Familie Niarchos wissen wir sehr zu schätzen.» Sie werden sich aktiv einbringen und bei der Gestaltung eines attraktiven Angebots für die touristische Zukunft des Piz Lagalb mithelfen, versprachen sie. (so)

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