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Repower holt neue Investoren an Bord

Der Bündner Stromkonzern Repower holt für seinen Umbau neue Investoren an Bord. Wie bereits letzte Woche spekuliert, werden sich die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) an Repower beteiligen. Zudem steigt der Anleger UBS Clean Energy Infrastructure ein.

Südostschweiz
Montag, 30. Mai 2016, 13:09 Uhr Energie
Die Zukunft sieht bei Repower anders aus. Im Bild sieht man das Staubecken Plaeviggin der Energieunternehmung Repower. Bild Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Repower AG plant die Durchführung einer Bezugsrechts-Kapitalerhöhung im Umfang von mindestens 50 Millionen Franken
  • Repower stärkt ihre Aktionärsstruktur durch zwei neue Investoren
  • Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich und UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland KGK haben sich verpflichtet 90 beziehungsweise 60 Millionen Franken zu partizipieren
  • Die Hauptaktionäre, der Kanton Graubünden und die Axpo Holding AG, bleiben mit ihren Beteiligungen engagiert
  • Repower bleibt ein im Kanton Graubünden verwurzeltes Unternehmen
  • Repower schafft die Voraussetzung für die Umsetzung ihrer strategischen Neuausrichtung
  • Die Wahl neuer Verwaltungsratsmitglieder sowie Statutenänderungen werden an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 21. Juni beantragt
  • Repower hat ihre Titel per 29. April von der Börse dekotiert; bisherige Inhaberaktien und Partizipationsscheine werden in Einheitsnamenaktien umgewandelt

Insgesamt ist eine Kapitalerhöhung von mindestens 150 Millionen Franken vorgesehen, wie Repower am Montag mitteilte. Kurt Bobst, CEO von Repower, erklärt den finanziellen Aspekt gegenüber TV Südostschweiz. Und erläutert, was die neuen Partner sonst noch mitbringen:

 

Die beiden Hauptaktionäre, der Kanton Graubünden und die Axpo, bleiben aber bei Repower engagiert. Sie verzichten jedoch auf die Ausübung ihrer Bezugsrechte. Bisherige Aktionäre werden für je fünf gehaltene Aktien sieben neue Aktien beziehen können.

Der Bündner Energiedirektor Mario Cavigelli begrüsst die neue Struktur bei der Repower:

 

Mit den neuen Mitteln schafft Repower die Voraussetzung für den strategischen Umbau. Repower will vom Stromproduzenten und -händler zum Energiedienstleister werden.

Vorgesehen sind unter anderem Verkäufe sowie die Konzentration auf die Märkte Italien und Schweiz. Das Unternehmen hatte diese neue Marschrichtung im Dezember angekündigt. Repower steht, wie praktisch alle Energiekonzerne, wegen der tiefen Strompreise unter erhöhtem Druck. Letztes Jahr musste das Unternehmen einen Verlust von 136 Millionen Franken schreiben.

Für die vorgesehene Kapitalerhöhung findet am 21. Juni eine ausserordentliche Generalversammlung statt. (so/sda)

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