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Heididorf für 100 Millionen in Flumserberg

Der Kanton St. Gallen will Heidi. In Flumserberg soll für 100 Millionen Franken ein Heididorf entstehen. In Graubünden reagiert man gelassen. Man wolle zuerst das Projekt sehen, sagten Exponenten im Heidi-Kanton.

Südostschweiz
Donnerstag, 10. März 2016, 11:19 Uhr Tourismusprojekt

Das touristische Angebot in Flumserberg soll massiv ausgebaut und über 100 Millionen Franken investiert werden. Dies schreibt der Kanton St. Gallen in einer Einladung zu einer Medienorientierung von kommender Woche. Anwesend werden Vertreter vom kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit, der Bergbahnen Flumserberg und der Bauunternehmung sein.

Diese hat sich auf das Schaffen von Erlebniswelten spezialisiert. In den Referenzen sind beispielsweise die Brauerei Feldschlösschen, Pavillons an der Expo 2015 und 2012, der Besucherrundgang der Glasi Hergiswil, das Maison Cailler, der SBB-Hauptsitz, die Weinerlebniswelt Loisium, der Leuchtturm Oberalppass sowie Museen oder die Vogelwarte Sempach aufgelistet.

Ausbau der Bergbahninfrastruktur

Weiter heisst es, dass im Tannenboden ein Heididorf entstehen soll, das alle Sinne anspricht. Geplant sind zudem zwei Hotels sowie ein Ausbau der Bergbahninfrastruktur. Laut der Meldung wird mit 200‘000 zusätzlichen Besuchern pro Jahr gerechnet. Allfällige Investoren sind keinen benannt.

Eugen Arpagaus, Leiter des Amts für Wirtschaft und Tourismus Graubünden, wollte auf Anfrage nichts zum Projekt sagen, weil er es nicht kennt. Rolf Mutzner, Chef des Heididorfes in Maienfeld, will und kann sich zu den St. Galler Plänen nicht äussern. «Ohne den Inhalt und den Umfang des geplanten Projekts zu kennen, kann ich dazu nichts sagen», so Mutzner auf Anfrage. Er hofft aber, dass Flumserberg für Maienfeld eine gute Ergänzung und keine Konkurrenz werden wird. (phw)

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