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RhB präsentiert die «jüngere Schwester» der Hinterrhein-Brücke

Die Hinterrhein-Brücke in Reichenau soll eine neue, «jüngere Schwester», erhalten. Die Rhätische Bahn präsentierte am Montag die Pläne.

Südostschweiz
Montag, 28. September 2015, 17:39 Uhr Reichenau

Die Rhätische Bahn (RhB) plant in Reichenau ein Mammutprojekt. Das Bündner Bahnunternehmen will die Doppelspur in Reichenau verlängern und hat dazu einen Projektwettbewerb für den Bau einer zusätzlichen Brücke über den Hinterrhein lanciert. Da die Linienführung in wenigen Metern vom Bahnhof Reichenau-Tamins über die Nationalstrasse A13 und über den Hinterrhein führt, mussten bautechnische Anpassungen wie Abtragung, Dammschüttungen, neue Stüzbauwerke im Wettbewerbseintrag aufgezeigt werden.

Aus 42 eingereichten Beiträgen ging das Projekt «Sora giuvna», rätoromatisch für «jüngere Schwester», der Ingenieurgemeinschaft Flint & Neill (London) und Walt Galmarini (Zürich) als Sieger hervor. Christian Florin, Infrastruktur-Leiter der Rhätischen Bahn erklärt in einer Pressemitteilung die Aufgabe als ungewöhnlich: «Es galt, eine wertvolle eiserne Eisenbahnbürcke aus dem 19. Jahrhundert mit einer neuen Brücke in unmittelbaren Nähe zu ergänzen.» Erschwert sei dieses Vorhaben insbesondere durch die Querung der Nationalstrasse. 

Mitglied der Wettbewerbsjury und Brückenbauspezialist Jürg Conzett zeigt sich begeistert vom Siegerprojekt: «Dieses Projekt besticht durch seine hervorragende Konzeption.» Nach den Bauarbeiten würden nur zwei Brücken stehen, die heutige und ihre «jüngere Schwester». Alle bewerteten Wettbewerbseingaben können bis Freitag, 9. Oktober, in der HTW Chur besichtigt werden. (so)

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