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Gewitterfront mit Hagelschlag zieht über das Mittelland

Über die Kantone Freiburg, Bern, Luzern und Aargau sind in der Nacht auf Pfingsten heftige Gewitter hinweg gezogen. Am Sonntag ziehen die Gewitter weiter. Teilweise ist mit Hagel zu rechnen.

Agentur
sda
05.06.22 - 09:52 Uhr
Wetter

Tagsüber werde es auch in den übrigen Regionen der Schweiz gewitterhaft. Lokal sei mit Starkregen, Hagel und Sturm zu rechnen. Allgemein steige die Gewitterneigung von Westen her an, schreibt Meteonews auf Twitter.

Eine Gewitterzelle habe sich intensiviert und sei mit einer Geschwindigkeit von 65 Kilometern pro Stunde weiter über das Berner Seeland in nordöstlicher Richtung gezogen. Die Blitzaktivität sei hoch.

Bereits am Sonntagmorgen registrierte SRF Meteo schweizweit über 5000 Blitze. Etwa im bernischen Gürbental entluden sich die Gewitter im Sekundentakt, wie ein Video zeigte, das der Wetterdienst auf Twitter veröffentlichte.

Laut Meteonews sind im ganzen Kanton Bern am Sonntagmorgen 1810 Blitze registriert worden - damit ist Bern bisher deutlich am stärksten betroffen. Meteoschweiz hat eine Unwetterwarnung der Stufe Rot für Teile des Kantons Bern sowie des Kantons Aargau erlassen.

Hagelsturm im Luzerner Hinterland

Die Gewitterzellen ziehen aktuell nach Nordosten in die Kantone Zug, Zürich und Schaffhausen weiter. Laut SRF Meteo kam es im Luzerner Hinterland zu einem Hagelsturm. Die Messstation in Egolzwil registrierte 17 Millimeter Regen in nur 10 Minuten sowie eine Orkanböe von 133 Kilometern pro Stunde.

Die Gewitter fielen zwar heftig aus. Zu grösseren Schäden ist es aber allem Anschein nach nicht gekommen. Eine Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bei der Kantonspolizei Bern hat ergeben, dass es keine besonderen Einsätze oder Telefonate gab.

Für den Pfingstsonntag sind laut Meteoschweiz erneut Gewitter vorhergesagt. Vor allem in den östlichen und südlichen Landesteilen seien heftige Gewitter mit starken Niederschlägen sowie teilweise Hagel zu erwarten. Es gebe eine Vorwarnung für die betroffenen Regionen.

Die Wetterlage sei aktuell delikat. Die aus Südwesten herangeführte Luftmasse sei warmfeucht und instabil geschichtet. Ein Höhentrog habe sich der Schweiz genähert. Und die von Frankreich zur Schweiz vorgestossene Kaltluft sorgte im Vorfeld für ein Hebung der Luftmasse. Das gelte auch für den Alpensüdhang.

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