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Weinreich warnt vor der teuren Olympiazeche

Graubünden ist für den deutschen Journalisten Jens Weinreich «der einzige wirkliche Kandidat» für die Olympischen Winterspiele 2022. Aber der 48-Jährige warnt die Bündner auch vor falschen Erwartungen.

Südostschweiz
Samstag, 12. Januar 2013, 20:30 Uhr
Der deutsche Sportexperte Jens Weinreich sagt in Sachen Olympische Winterspiele in Graubünden ungeschminkt, was er denkt.

Wandlitz. – In ­Sachen Olympia 2022 in Graubünden nimmt der deutsche Sport­experte Jens Weinreich kein Blatt vor den Mund. Dass man Olympia bezahlbarer und nachhaltiger machen kann, ist für ihn eine Lüge. «Die Zeche zahlt stets der Steuerzahler vor Ort», sagt Weinreich im Interview mit der «Südostschweiz am Sonntag».

München ist so gut wie aus dem Rennen

Die Chancen, dass Graubünden den Zuschlag für die Spiele von 2022 bekommt, stuft Weinreich als gut ein: «De facto ist Graubünden der einzige wirkliche Kandidat.» Das könnte sich seiner Ansicht nach nur ändern, wenn ein Wunder geschieht und in München noch im Frühjahr ein Bürgerentscheid stattfinden sollte. Nur München wäre ein ernst zu nehmender Konkurrent, sagt Weinreich. «Wenn nicht, ist die Schweizer Kandidatur ein Durchmarsch.» (so)

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