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Unwetter kosten Saas und Küblis viel Geld

In Saas und Küblis hatten im Juli starke Unwetter grossen Schaden angerichtet. Alleine die Aufräumarbeiten kosteten die Gemeinden total 250 000 Franken. Jetzt sind für einige beschädigte Verbauungswerke Sanierungsprojekte geplant.

Südostschweiz
Donnerstag, 24. Oktober 2013, 09:00 Uhr
Aufräumarbeiten nach dem Unwetter in Saas.

Saas/Küblis. – Die Gemeinde Saas wurde im letzten Juli gleich zwei Mal infolge von schweren Unwettern heimgesucht. Dabei waren einige ­Bäche über ihre Ufer getreten und hatten Schlamm und Geröll bis ins Dorfzentrum geschwemmt. Das führte auch zu Schäden in Wohnquartieren. Etwa acht bis zehn Häuser waren davon betroffen. Die Kosten für die Sofortmassnahmen, insbesondere den umgehend eingeleiteten Aufräumarbeiten, be­ziffert der Saaser Gemeindeschreiber Rolf Rauber auf 150 000 Franken. ­Gemäss seinen Informationen sollen sich die an Wohnhäusern sowie Kulturland entstandenen Schäden auf eineinhalb bis zwei Millionen Franken belaufen.

Die Unwetter haben für Saas weiterführende Folgen. Die Bachläufe, die durch bewohntes Dorfgebiet führen, müssen dringend saniert und verbaut werden. Die Projektierungsarbeiten sollen schnellstmöglich aufgenommen werden können. Auf die vom Kanton Graubünden als sehr finanzschwach eingestufte Gemeinde Saas kommen dadurch unerwartet Kosten von 195 000 Franken zu.

Viele Schutzwerke beschädigt

Morgen Freitag soll die Saaser Gemeindeversammlung die benötigten Gelder freigeben. Wie in der Botschaft festgehalten ist, müssten einige Ar­beiten schon im bevorstehenden Winter sowie im Frühjahr 2014 an die Hand genommen werden. Die Projektierungskredite für die Sanierung der unterspülten und anderweitig beschädigten Verbauungswerke am Aquasana- und Sagenbach belaufen sich zusammen auf 130 000 Franken. Zudem ist ein Projekt für ein Variantenstudium zur Verbauung des Oberdorfbachs, der Gräfenbäche sowie des Martischgaden- und Ratitschi-Baches geplant. Dafür wird ein Kredit von 65 000 Franken benötigt. Wie viel die auszuführenden baulichen Massnahmen schlussendlich kosten und mit welchen Beiträgen Saas vom Kanton Graubünden rechnen kann, ist noch unbekannt.

Auch auf Küblis kommen Kosten zu

Auch Küblis war stark von den Juli-Unwettern betroffen. Die Sofortmassnahmen für Aufräum- und Instandstellungsarbeiten schlugen mit insgesamt 100 000 Franken zu Buche. Dafür hat der Gemeindevorstand einen Nachtragskredit eingereicht, der dem Kübliser Stimmvolk morgen Freitag zur Genehmigung vorgelegt wird. Gemäss der Botschaft wurde zudem beim Amt für Wald des Kantons Graubünden ein Sanierungsprojekt für den im Juli beschädigten Eggatobelweg eingeleitet.

Im weiteren wird eine Machbarkeitsstudie für einen Wasserlauf ausgearbeitet. Wie der Vorstand der Finanzkraftgruppe «finanzschwach» zugeteilten Gemeinde Küblis in seiner Vorlage schreibt, seien Abklärungen mit den Bündner Behörden über eine Beteiligung an den entstandenen Kosten im Gange. (béz)

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