St. Gallen hat viele, Glarus wenige Tierquälereien verzeichnet
Über 1000 Strafverfahren wegen Tierquälereien oder anderen Tierschutzdelikten sind 2010 in der Schweiz durchgeführt worden. Dies ist ein neuer Höchststand. Die kantonalen Unterschiede bei der Verfolgung sind immer noch sehr gross. Aus der Südostschweiz liegt St. Gallen ganz vorne, Graubünden in der Mitte und Glarus am Ende der «Rangliste».
Über 1000 Strafverfahren wegen Tierquälereien oder anderen Tierschutzdelikten sind 2010 in der Schweiz durchgeführt worden. Dies ist ein neuer Höchststand. Die kantonalen Unterschiede bei der Verfolgung sind immer noch sehr gross. Aus der Südostschweiz liegt St. Gallen ganz vorne, Graubünden in der Mitte und Glarus am Ende der «Rangliste».
Zürich. – Die Zahl der Strafverfahren hat 2010 um 61 auf 1063 zugenommen. Gieri Bolliger, Geschäftsleiter der Stiftung für das Tier im Recht (TIR), wertete diesen Höchststand am Donnerstag vor den Medien in Zürich als positiv. Die Zunahme bedeute nicht, dass mehr Tiere gequält würden, sondern die Sensibilisierung sei grösser.
Mit 578 waren in mehr als der Hälfte der Fälle Heimtiere betroffen. Nutztiere wurden 329-mal Opfer von Tierschutzdelikten, Wildtiere 103-mal. Hunde stehen auf dem ersten Platz bei Tierquälereien (478 Fälle), gefolgt von Rindern, Katzen und Schafen.
St. Gallen vorne, Glarus Schlusslicht
Grosse Unterschiede gibt es bei der Anzahl Verfahren in den verschiedenen Kantonen: Bern führt diese Rangliste mit 219 Fällen an, gefolgt von St. Gallen (168) und Zürich (166). In der Mitte der Liste liegt Graubünden mit 16 Fällen. Schlusslichter sind Obwalden und Glarus mit je zwei Fällen.
Unter anderem als Praxishilfe für die Behörden aber auch für alle Interessierten am Tierschutzrecht gibt die Stiftung Tier im Recht eine neue Buchreihe heraus. Zum Start sind acht Bücher erschienen. Geplant sind jährlich zwei bis vier Publikationen. (sda/so)
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