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SL fordert vom IOC Konzept für nachhaltige Winterspiele

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hatte im Vorfeld zu der Abstimmung zu Olympischen Winterspielen 2022 in Graubünden den Vorschlag eingebracht, zuerst das Internationale Olympische Komitee zu einer Revision ihrer Winterspielkonzepte zu bewegen, bevor über eine Kandidatur nachgedacht wird.

Südostschweiz
Mittwoch, 06. März 2013, 11:22 Uhr
Die Eröffnungfeier der Olympischen Winterspiele 1948 im Eisstadion St. Moritz.

Chur. – In Europa finden sich kaum noch Kandidaten für Olympische Winterspiele. Gleichzeitig foutiert sich das Internationale Olympische Komitee (IOK) um Nachhaltigkeit und wartet mit Landschaftsmassakern in Sotschi 2014 und absehbar auch in der südkoreanischen Host City Pyeongchang (mit nur 45 000 Einwohner) auf. Die Schweiz hat daher nach dem Nein der Bündner eine Verantwortung das IOK zu einem gründlichen Überdenken ihres veralteten Konzeptes der Winterspiele zu bewegen, schreibt die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz in einer Mitteilung. Sie fordert, Bundespräsident Mauer soll das IOK in Verhandlungen einbinden.

In Sotschi würden ganze Berghänge planiert, Strassen gebaut und Betonklötze in die Höhe gezogen, zum Schaden der artenreichen kaukasischen Ökosysteme, schreibt die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Auch 2018 werden solche Landschaftsmassaker im südkoreanischen Pyeongchang zu erwarten sein. Hätte das IOK Interesse an nachhaltigen Spielen, so hätte sie dies schon längst durchsetzen können, heisst es weiter. (so)

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