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Skigebietsverbindung Sedrun ist riskant, sagen Experten

Das Urner Urserntal habe sich quasi verkauft, sagt Stefan Forster, Leiter der Tourismusfachstelle in Wergenstein. Beim Zusammenschluss der Skigebiete von Sedrun und Andermatt würden sich deshalb schon einige grundlegende Fragen stellen.

Südostschweiz
Samstag, 30. April 2011, 10:45 Uhr
Tourismusexperte Stefan Forster.

Chur. – Die vorgesehene Verbindung der beiden Skigebiete von Sedrun und Andermatt (Uri) könne zu einem ökonomischen und ökologischen Risiko werden, sagt Tourismusexperte Stefan Forster im Interview mit der «Südostschweiz».

Zwar sei es sinnvoll, wenn man das touristische Angebot dort konzentriere, wo bereits «industriell Tourismus» betrieben werde, aber eben ohne Neuerschliessungen, so Forster weiter.

«Graubünden hat 'Nachholbedarf'»

Der Tourismuskanton Graubünden müsse sich – nicht zuletzt angesichts des Klimawandels – Gedanken darüber machen, welches seine Zukunftstrategien sein könnten.

Man habe gegenüber anderen Tourismuskantonen «Nachholbedarf», so Forster. Nachholbedarf bestehe auch gegenüber der Tourismusqualität und Nachhaltigkeit,  wenn man Graubünden mit dem österreichischen Tirol vergleiche. (rf)

Mehr in der «Südostschweiz» von heute.

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