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Reto Gurtner: «Ich wurde nie angefragt»

Weisse-Arena-Chef Reto Gurtner ist gegenüber der Bündner Olympiakandidatur kritisch eingestellt. Trotzdem erscheint er in einem Inserat als Olympiabefürworter.

Südostschweiz
Freitag, 08. Februar 2013, 08:00 Uhr
Dieses Inserat in der Pro-Olympia-Beilage der «Südostschweiz» passt dem Weisse-Arena-Chef gar nicht.

Chur/Laax. – Der Weisse-Arena-Chef Reto Gurtner ist verärgert. Sein Name ist in der «Südostschweiz»-Beilage «Pro Olympia» vom Mittwoch in einem Inserat aufgeführt. Das Inserat besteht aus einer Liste mit Persönlichkeiten, die am 3. März mit grosser Überzeugung ja stimmen werden. «Ich distanziere mich klar von dieser Liste, da ich weder angefragt wurde, noch davon Kenntnis hatte», so Gurtner.

Das Inserat erschien im Namen des Bündner Gewerbeverbandes, der Handelskammer, des Arbeitgeberverbands Graubünden und der Hotelleriesuisse Graubünden. Wurde Gurtner tatsächlich von niemandem angefragt?

Nicht eben euphorisch

Zuständig für die Namensliste im Inserat war Hotelleriesuisse-Graubünden-Chef Jürg Domenig. Auf Anfrage sagt er: «Es stimmt, ich habe Reto Gurtner nicht angefragt.»

Domenig erklärt, er habe die diversen Interviews mit Gurtners kritischer Meinung zur Olympiakandidatur tatsächlich nicht gesehen. Sonst hätte er ihn schon angefragt. Davon ist auszugehen, denn die Antworten des Weisse-Arena-Chefs waren ziemlich eindeutig. Zum Beispiel diese Aussagen gegenüber der «Südostschweiz» vom Dienstag: Die Olympia Abstimmung sei nicht zu gewinnen. (hap)

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