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Rapperswil-Jona favorisiert Meienberg für Pflegezentrum

Eine Expertenkommission begutachtete den Meienberg vor einer Woche. Sie soll
Rapperswil-Jona sagen, ob der Neubau eines Pflegezentrums dort möglich ist. Trotz Unklarheiten bevorzugt die Stadt den dortigen Standort.

Südostschweiz
Donnerstag, 02. Mai 2013, 20:30 Uhr
Der noch unbebaute Meienberg wird derzeit von Experten eingeschätzt.

Rapperswil-Jona. – Die Stadt Rapperswil-Jona braucht dringend ein neues Alters- und Pflegeheim. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang der Standort Dornacher am Fuss des Meienbergs genannt. Weil dieser aber auf verschiedenen Ebenen geschützt ist, erarbeitet die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) derzeit ein Gutachten. Dieses soll sagen, wie und wo am Meienberg gebaut werden darf – und ob überhaupt.

Andere Standorte prüfen

Letzten Freitag fand deshalb eine Begehung statt. Während sich die ENHK noch berät, wäre einigen Teilnehmern ein alternativer Standort lieber. Etwa im Schachen oder bei den heutigen Alterswohnungen Etzelblick an der Rietstrasse. Denn diese beiden Standorte nennt die Stadt in ihrem Konzept «Wohnen im Alter» als Alternativen zum Meienberg.

Zu den Befürwortern eines anderen Standortes gehört etwa Kathrin Hilber. Die ehemalige Regierungsrätin des Kantons St. Gallen präsidiert heute den Heimatschutz St. Gallen und Appenzell. Noch habe der Heimatschutz keine abschliessende Meinung, da man auf das ENHK-Gutachten warte.

«Man muss auch die anderen Standorte anschauen», sagt Hilber. Falls am Meienberg gebaut werde, könne sicher kein Riesenheim entstehen. «Es müsste am unteren Ende des Meienbergs hinkommen, nicht verdichtet gebaut werden und eine sanfte Architektur haben, die sich gut in die Landschaft einfügt», sagt die Heimatschutz-Präsidentin. Zudem müsste man Vorgaben für eine Sondernutzung machen. (hob)

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