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Piz Lischana: Bald nur noch ein halber Piz?

Nach dem Felssturz am Piz Lischana, dem Hausberg von Scuol, gibt es jetzt einen neuen provisorischen Gipfelstandort.

Südostschweiz
Montag, 08. August 2011, 20:00 Uhr
Der Piz Lischana ist nach dem Felssturz nicht mehr ganz so hoch.

Scuol. – Wer in diesen Tagen den Gipfel des Piz Lischana erklimmen möchte, hat einen kürzeren Weg als noch vor zehn Tagen. Nach dem jüngsten Felssturz mit 2000 Kubikmetern Felsmaterial wurde der Berggipfel von der Gemeinde Scuol gesperrt und kurzerhand verlegt. Der provisorische Gipfel inklusive Gipfelbuch befindet sich nun etwa zehn Höhenmeter tiefer als der eigentliche «Piz».

«Da kommt noch mehr.»

Der Geologe Matthias Merz hat nun in einer Erstbeurteilung festgestellt, dass das gesamte Areal rund um den Gipfel einsturzgefährdet ist. «Da kommt noch mehr», ist er überzeugt. Wann und in welcher Form lasse sich aber noch nicht sagen. Im schlimmsten Fall könnte die Hälfte der Bergsspitze abbröckeln, so Merz. Solange sich die Wanderer jedoch an die vorgeschriebene Wanderroute hielten, bestehe für sie keine Gefahr. Auch die Lischana hütte ist nicht gefährdet, da sie sich auf der anderen Seite der instabilen Zone befindet. (fh)

Mehr in der «Südostschweiz» vom Dienstag.

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