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Notbrücke macht Betlis trotz Felssturz mit Auto erreichbar

Betlis ist ab Montagabend mit dem Auto wieder erreichbar. Möglich macht dies eine Brücke, welche über die Einschlagstelle des Felssturzes vom Freitag führt.

Südostschweiz
Montag, 27. Januar 2014, 19:00 Uhr
Arbeiter des Ammler Werkhofs setzen die Betliserstrasse mit einer Notbrücke instand.

Amden. – Drei Stahlträger führen über das riesige Loch in der Betliserstrasse ganz in der Nähe des Kraftwerks Muslen. Zwischen den Trägern hindurch sieht man Geröll und den blitzenden Walensee. Mitarbeiter des Ammler Werkdienstes legen Bretter über die Träger und erstellen so eine Notbrücke über die gewaltige Einschlagstelle.

Zerbrochener Asphalt und ein herunterhängendes Metallgeländer zeugen von der Wucht des Steinschlags. Der hatte die Strasse in der Nacht auf Freitag zerstört (die «Südostschweiz» berichtete). Es ist der heftigste Steinschlag, der sich auf der Strasse nach Betlis in den letzten Jahren ereignet hat.

15 bis 20 Kubikmeter Fels geräumt

Für die Betliser bedeutete dies, dass sie von Freitag bis Montag nicht mehr mit dem Auto nach Weesen fahren konnten. Dank Nottransporten mit der Seerettung und Extrakursen der Schiffsbetrieb Walensee AG waren sie dennoch nicht komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. 

Am Samstag räumten Felsräumungsspezialisten mit Sprengstoff und Brecheisen 15 bis 20 Kubikmeter Gestein aus der Wand über der Strasse, wie Hans Rauner von der Glaroc GmbH erzählt. «Dank den Spezialisten und den Mitarbeitern des Ammler Werkdienstes ist die Betliserstrasse ab Dienstag bereits wieder befahrbar», sagt Urs Roth, Gemeindepräsident von Amden. Allerdings dürfen derzeit nur die Einwohner und Grundeigentümer von Betlis die Notbrücke überqueren. (hob)

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