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Noch zeigen die Preise für Zweitwohnungen nach oben

Noch zeigen die Preise für Zweitwohnungen nach oben

Die Preise für Zweitwohnungen steigen in Graubünden weiter an. Gleichzeitig macht sich in der Immobilienbranche Unsicherheit breit.

Südostschweiz
vor 6 Jahren in
Teure Zweitwohnungen und das Fehlen eines Gesetzes – potenzielle Käufer sind derzeit verunsichert.

Chur. – Im ersten Quartal des laufenden Jahres sind die Preise für Zweitwohnungen in Graubünden gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent gestiegen. Als Gründe nennt Rober Weinert von der Immobilienberatungsfirma Wüest & Partner neben den tiefen Hypothekarzinsen und der guten Wirtschaftslage auch die Zweitwohnungsinitiative. In Graubünden würden zwar noch neue Zweitwohnungen gebaut, allerdings nicht so massiv wie im Wallis. Deshalb sei es nicht zu einer Angebotsflut gekommen, was sich wieder positiv auf die Preise ausgewirkt habe.

Preisrückgang beobachten

In naher Zukunft dürfte sich dies aber ändern. So könne man bereits im Oberengadin, wo die Quadratmeterpreise sehr hoch seien, einen Preisrückgang beobachten. Dies bestätigt auch Jon Peider Lemm von der Lemm Immobilien AG in St. Moritz. Dies ist laut Lemm auch Ausdruck der Unsicherheit über die Ausgestaltung des Gesetzes über die Zweitwohnungen. Das führe dazu, dass viele Leute den Kaufentscheid für eine Zweitwohnung aufschieben würden. Sonst, so die einhellige Meinung der Experten, wäre der Preisanstieg für Zweitwohnungen wohl auch in Graubünden noch stärker. (so)

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