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Mit Kater Findus ist Hochdeutsch ein Kinderspiel

Die Landsgemeinde hat die Verwendung von Mundart und Schriftdeutsch im Kindergarten bestätigt. Im Kindergarten Erlen in Glarus gehört der Unterricht in Hochdeutsch zum Alltag.

Südostschweiz
Sonntag, 26. Mai 2013, 11:30 Uhr
Die Kindergärtnerin Bettina Zobrist füllt die Malfarben nach, damit Leonie und Laurin weitermalen können.

Glarus. - Am Freitagmorgen ist Hochdeutsch angesagt, wie die Kindergärtnerin Bettina Zobrist bestätigt: «Ich spreche mit den Kindern den ganzen Tag Hochdeutsch und erkläre ihnen bei Bedarf einzelne Begriffe in Mundart. Die Kinder dürfen sowohl Mundart wie auch Hochdeutsch sprechen, es steht ihnen frei.» Denn es gehe in erster Linie um eine Annäherung an die schriftdeutsche Sprache, so Zobrist. Sie arbeitet unter anderem mit dem Bilderbuch «Pettersson und Findus», einem alten Mann und seinem schlauen Kater.

Positive Bilanz

Die Weisung, dass die Lehrperson einen Drittel Hochdeutsch und zwei Drittel Mundart sprechen muss, setzt sie folgendermassen um: «Am Montag, Dienstagnachmittag und Freitagmorgen spreche ich Hochdeutsch mit den Kindern. An den restlichen Tagen Mundart», erklärt die junge Pädagogin. Bis anhin habe sich das Zweisprachensystem sehr gut bewährt: «Ich finde es wichtig, dass die Kinder auch Hochdeutsch lernen, da dies die Standardsprache in der Schule ist», betont Zobrist. (ach)

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