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Lohn gehört zu den «kriminellsten» Schweizer Gemeinden

Die Kriminalstatistik des Bundes deckt auf, wo die Polizei im vergangenen Jahr am meisten zu tun hatte. Wie das Portal watson.ch berichtet, sind die betroffenen Gemeinden klein, grenznah oder sie hätten ganz einfach Pech gehabt. Unter den fünf «kriminellsten» Gemeinden findet sich mit Lohn auch der Kanton Graubünden.

Südostschweiz
Dienstag, 25. März 2014, 14:59 Uhr
Der Weiler Lohn.

Lohn. – Die «kriminellste» Gemeinde ist laut der Auswertung von watson.ch Frick im Kanton Aargau. Dort wurden laut der am Montag veröffentlichten Kriminalstatistik wegen Verstössen gegen das Strafgesetzbuch und das Betäubungsmittelgesetz 606,1 Anzeigen pro 1000 Einwohner verzeichnet. Vermutet wird im Bericht, dass der statistische Ausreisser mit einem Anlagebetrug zu tun hat.

Ein «Wiederholungstäter» in der Auflistung ist Bourg-St.-Pierre im Kanton Wallis. 404 Anzeigen pro 1000 Einwohnern gab es 2013. Das regelmässige Top-Ranking verdankt Bourg-St.-Pierre seiner Einwohnerzahl und der Lage am Grossen St. Bernhard. Die Anzeigen erklärt die Kantonspolizei mit dem Grenzübergang zu Italien; 195 Einwohner von Bourg-St.-Pierre müssen für sämtliche aufgeflogenen italienischen Drogenkuriere den Kopf hinhalten. 

Warum Lohn im Schams

Auf Rang 3 der «Rangliste» liegt Bardonnex im Kanton Genf. Auch Bardonnex ist regelmässig an der Spitze der Auflistung. 2013 waren es 372 Anzeigen auf 1000 Einwohner. Gründe sind die Autobahn, ein Grenzübergang und die Nähe zu Frankreich. Und dann liegt auf Rang 4 der Weiler Lohn im Schams. Watson schreibt dazu: Lohn taucht in der Kriminalstatistik überhaupt nicht oder weit vorne auf. Weil es nur 42 Einwohner hat, reicht schon eine Anzeige, um im Ranking pro 1000 Einwohner weit nach vorne zu kommen. 2013 kamen auf die imaginären 1000 Lohner Einwohner 358 Anzeigen.»

Auf dem fünften Platz liegt Sain Gingolph im Wallis. Ebenfalls an einem Grenzübergang und ebenfalls mit wenigen Einwohnern. In der Region waren in der Vergangenheit ausländische Banden am Werk. Und so verzeichnete Saint Gingolph im vergangenen Jahr 304 Anzeigen auf 1000 Einwohner. (phw)

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