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Littering: Bauer verliert Kuh und bangt um zwei weitere

Ein Kaltbrunner Landwirt ruft die Bevölkerung dazu auf, keinen Abfall mehr in Wiesen zu werfen: Eine seiner Kühe ist gestorben, zwei wurden krank.

Südostschweiz
Montag, 06. Oktober 2014, 22:25 Uhr

Kaltbrunn. – Er habe feinste Splitter im Futter entdeckt, sagt Michael Jud, Landwirt in Kaltbrunn. Da war es aber schon zu spät. Eine Kuh sei nicht mehr zu retten gewesen. Etwas später erkrankten innerhalb von vier Monaten zwei weitere Kühe. Auch da habe er hinterher noch ein paar Aluminiumsplitter im Futter gefunden.

Das im Mischwagen zerkleinerte Futter erhalten die Kühe im Stall am Morgen in grossen Mengen. Splitter von Fremdkörpern, die mitzerkleinert wurden, seien da nicht von vornherein auszumachen. Und auch ganze Wiesen liessen sich, wenn zehn Hektaren am gleichen Tag zu heuen seien, zuvor nicht absuchen. Lediglich die Wegränder könne man kontrollieren, so Jud.

Tote Kühe werden nicht obduziert

Deshalb appelliert er an die Bevölkerung, Abfall nicht achtlos im Grünen zu entsorgen. Die möglichen Folgen seien katastrophal.

Von tierärztlicher Seite heisst es, dass es zwar immer wieder vorkommt, dass Kühe Fremdkörper verschlucken. Ob es sich dabei um Abfall handelt, könne aber nicht bestätigt werden. Denn um sie zu heilen, werden Kühe nicht operiert. Es gibt andere Methoden. Und eine tote Kuh wird nicht obduziert. (sis)

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