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Komet Ison: Sensation am Sternenhimmel

Am Himmel bahnt sich Ende Monat ein besonderes Schauspiel an: Der Komet Ison wird haarscharf an der Sonne vorbeirasen und dann in den folgenden Wochen von der Erde aus ohne Fernglas sichtbar sein – zumindest wenn er den Vorbeiflug an der Sonne übersteht.

Südostschweiz
Mittwoch, 13. November 2013, 14:28 Uhr
Komet Ison.

Falera. – Zur Adventszeit kündigt sich ein besonderer Gast am irdischen Himmel an: Der Komet Ison aus den eisigen Randbezirken unseres Systems ist im Anflug auf die Sonne und könnte zu einem beeindruckenden Anblick werden («suedostschweiz.ch» berichtete).

Astronomen erhoffen sich laut José de Queiroz von der Sternwarte Mirastailas in Falera einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems und zur Entstehung des Lebens auf der Erde. Allerdings ist noch nicht sicher, wie sich der Schweifstern entwickelt. Am 28. November wird Ison haarscharf an der Sonne vorbeirasen. Ob er dabei zerbricht, komplett verdampft oder spektakulär erstrahlt, ist nach Experteneinschätzung völlig offen. Entdeckt wurde Ison am 21. September 2012 mit einem Teleskop des International Scientific Optical Network, nach dem er auch benannt wurde.

Weihnachtskomet nähert sich der Erde

Ison passiert die Sonnenoberfläche in 1,2 Millionen Kilometern Abstand, das ist etwas weniger als der Durchmesser der Sonne. An der Oberfläche des Kometen wird es 1500 bis 2000 Grad heiss. Am Morgenhimmel ist Ison mit dem Fernglas jetzt schon zu sehen – sofern das Wetter mitspielt.

Nach jetzigem Stand ist Ison nicht so hell wie erwartet. Nach Auskunft des Verbandes wird ab Mitte November zudem das helle Licht des zunehmenden Mondes die Sicht auf den Kometen einschränken. Falls Ison die Passage an der Sonne vorbei übersteht, wird er in der ersten Dezemberhälfte morgens wahrscheinlich sogar mit blossem Auge zu beobachten sein. Kurz vor Weihnachten ist der Komet dann zwar die gesamte Nacht zu sehen, aber nur mit Fernglas. (so)

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